Berlinale: Zentralrat der Juden fassungslos nach Antisemitismus-Vorfall

    Plakate der 75. Berlinale sind am Potsdamer Platz aufgestellt.
    Auf der 75. Berlinale gab es einen Antisemitius-Vorfall. © picture alliance / dpa / Jens Kalaene
    Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat sich erschüttert über israelfeindliche Äußerungen auf dem Filmfestival Berlinale geäußert. Es mache einen fassungslos, dass zu Hamas-Parolen Beifall aufbrause, heißt es. Man gehe davon aus, dass ein solches Verhalten entsprechend sanktioniert werde. Der chinesische Regisseur Jun Li hatte eine Rede des iranischen Schauspielers Erfan Shekarriz vorgelesen, der in Li`s Film "Queerpanorama" mitspielt. Darin hieß es, Millionen von Palästinensern erstickten unter Israels brutalem Siedlerkolonialstaat. Deutschland wurde vorgeworfen, einen Genozid an den Palästinensern zu unterstützen. Als Reaktion aus dem Publikum gab es zustimmende, aber auch deutlich kritische Zwischenrufe. Berlinale-Intendantin Tuttle bedauerte den Vorfall, der sich unter anderem über soziale Netzwerke verbreitet hatte. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz.