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Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.06.2013

"Zeigen, was Tanz, Choreographie und Theater heute sein kann"

Matthias von Hartz neuer Leiter des Festivals Foreign Affairs

Moderation: Christine Watty

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Das Haus der Berliner Festspiele in Berlin. (picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)
Das Haus der Berliner Festspiele in Berlin. (picture alliance / dpa / Tim Brakemeier)

Das internationale Festival für Theater und performative Künste Foreign Affairs 2013 in Berlin, dreht sich um Tanz, Theater, Performance und - erstmals - Musik. Ein Schwerpunkt liege in diesem Jahr auf den Arbeiten des Performance-Künstlers William Forsythe, so der neue Kurator Matthias von Hartz im Interview.

William Forsythe stehe in diesem Jahr im Fokus, da dessen Arbeiten in den letzten Jahren in Berlin kaum zu sehen gewesen seien, erklärt Matthias von Hartz. Dabei sei Forsythe einer der wichtigsten Choreographen weltweit, der außerdem in Berlin arbeitet. Mit ihm wolle das Festival zeigen, "was Bewegung, Tanz, Choreographie und letzten Endes auch Theater heute sein kann", so von Hartz. Genau um diese Fragen gehe es Forsythe. Das Ergebnis seien große Installationen wie das White Bouncy Castle, das auf dem Festival zu sehen ist.

Ein gemeinsames Projekt des Festivals mit den Kunstwerken Berlin - KW Institute for Contemporary Art in der Berliner Auguststraße drehe sich um das Thema "Wette", erklärt der künstlerische Leiter der Foreign Affairs 2013, Matthias von Hartz. Die Auseinandersetzung von Künstlern mit diesem Thema habe zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen geführt. Manche setzten sich direkt mit Spekulation auseinander. So werde es beispielsweise ein großes Projekt zu Bauspekulation in Spanien geben. Andere widmeten sich eher der Frage von Zukunft und Unsicherheit.

Damit, dass das Festival stärker bildende Kunst und Musik einbeziehe, wolle man auf neue, vor allem auch jüngere Zielgruppen zugehen. "Wenn wir sagen, es ist ein Festival für performative Künste, geht es auch um die Frage: Was ist der Performance-Boom in der bildenden Kunst? Wie nähert er sich dem Theater an? Wie nähern wir uns dem Performance-Begriff in bildender Kunst an? Und das Gleiche gilt für die Musik. Es gibt sehr viele performative Musikprojekte in letzter Zeit. Wenn wir sagen: Was passiert heute auf der Bühne, dann hat es in diesem Festival seinen Platz."

Das vollständige Interview können Sie bis zum 27. Dezember 2013 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.

Das Festival Foreign Affairs findet vom 27. Juni bis 14. Juli 2013 in den Berliner Festspielen statt.

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