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Warum sterben die Deutschen früher? Lebenserwartung im westeuropäischen Vergleich

03.09.2026 • 19:00
Xplanatorium Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, Hannover
Im Jahre 2022 lag die Lebenserwartung in Deutschland knapp zwei Jahre unter dem westeuropäischen Durchschnitt, mit deutlichen geschlechterspezifischen Unterschieden. So zeigen Frauen erst ab einem Alter von 75 Jahren eine erhöhte Sterblichkeit, Männer vor allem zwischen 55 und 74 Jahren. Mögliche Ursachen werden in den Ernährungsgewohnheiten, dem Alkoholkonsum und mangelnder Bewegung vermutet. Auch achten viele Deutsche privat zu wenig auf ihre Gesundheit und verlassen sich zu sehr auf das Gesundheitssystem. Ein Gesundheitssystem, für das Deutschland, gemessen an der Wirtschaftsleistung, den höchsten Anteil innerhalb der EU-Staaten ausgibt. Während dieses System sehr gut darin ist, schwer- und schwerstkranken Menschen zu helfen, verhindert es kaum, dass Menschen überhaupt krank werden. Vor allem mehr Prävention, Früherkennung, Aufklärung und Bildung könnten nach Aussagen von Experten die Lebenserwartung der Deutschen erheblich steigern.
In wessen Verantwortlichkeit liegt die Aussicht auf ein langes und gesundes Leben? Welche Rolle spielen die Krankenkassen? Und wie können Prävention und Früherkennung mehr Relevanz innerhalb des deutschen Gesundheitssystems bekommen?
Auf dem Podium:
- Dr. Christina Berndt, Leitende Redakteurin Ressort Wissen Süddeutsche Zeitung, Wissenschaftsjournalistin, Autorin
- Dr. Silke Heinemann, Abteilungsleiterin Prävention, Krankheitsbekämpfung, Öffentliche Gesundheit, Bundesministerium für Gesundheit
- Prof. Dr. med. Hajo Zeeb, Abteilungsleitung Prävention und Evaluation, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie, Bremen
Moderation: Axel Rahmlow, Deutschlandfunk Kultur
Sendung:
4.9.2026, 18.05 Uhr, "Wortwechsel", Deutschlandfunk Kultur
4.9.2026, 18.05 Uhr, "Wortwechsel", Deutschlandfunk Kultur
Änderungen vorbehalten
