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Musikfeuilleton | Beitrag vom 20.01.2019

Wo Musik eine Herzensangelegenheit ist Die georgische Hauptstadt Tiflis auf dem Weg zur Musikmetropole

Von Cornelia de Reese

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Ein großer Konzertsaal, auf der Bühne steht das Orchester. (Djansung Kakhidze Centre of Music and Culture)
Das Djansung Kakhidze Centre of Music and Culture in Tiflis (Djansung Kakhidze Centre of Music and Culture)

Mit unbändigem Willen greifen die Bewohner von Tiflis nach Musik. Gesang wird über alles geschätzt, ob im privaten Kreis oder auf der Bühne. Die klassische Musikszene ist sehr lebendig - ein Streifzug durch die Stadt.

In Georgien ist Singen nicht nur ein Hobby, sondern Identität. So oft wie möglich wird gesungen und getanzt - ganz selbstverständlich. Tiflis hat eine lebendige Musikkultur, die sich schon seit Langem stark der europäischen Musikwelt zuwendet. 

Klassische Musik für den inneren Halt

Dabei profitiert die Stadt von seiner reichen Musikgeschichte, die trotz aller politischen Unruhen immer präsent war. So verblieb einst der Flügel von Rachmaninow in Tiflis, Rubinstein spielte Geld für den Bau des Konservatoriums ein, Tschaikowsky weilte hier. Die Pianisten Vladimir Horowitz und Van Cliburn gaben in Tiflis legendäre Konzerte.

Ein Bechsteinflügel in einem Museum (deutschlandradio / Cornelia de Reese)Er hat ihn auf Bitten eines Fans in Tiflis gelassen: Rachmaninov spielte einst diesen Flügel (deutschlandradio / Cornelia de Reese)

Das "Kakhidze Music Center", eine hochtechnisierte Konzerthalle, und das renovierte, andalusisch anmutende Opernhaus liegen mitten in der Stadt, die sich von politischer Zerrüttung und Erdbeben erholt.

Bunte Fenster werden ihre farbigen Schatten in einen festlichen Raum. (deutschlandradio / Cornelia de Reese)Ein Meer aus Farben im Foyer des Opernhauses in Tiflis (deutschlandradio / Cornelia de Reese)

Die Bauten zeigen deutlich: Klassische Musik gehört ins Zentrum, ins pulsierende Herz von Tiflis. Ein Streifzug durch das musikalische Tiflis macht an wichtigen Stationen Halt.

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