Wissenschaftler digitalisieren Schriften zum Beginn der Aufklärung

Forschende wollen verstehen, wie Europa zu Beginn der Aufklärung als Raum für Glauben, Wissenschaft und Kommunikation funktioniert hat. Dazu sollen laut der Deutschen Presseagentur mehr als 10.000 Schriftstücke digitalisiert werden und danach online zugänglich sein. Die Dokumente liegen derzeit verstreut in Bibliotheken in ganz Europa, etwa in Stockholm, Hamburg, Amsterdam und Warschau. Auf besonderes Interesse stoßen demnach Schriften der kaum bekannten Bewegung der Sozinianer. Diese transnationale Minderheit aus den Jahren 1550 bis 1750 vertrat den Angaben zufolge kritisches Denken, Toleranz und wissenschaftliche Vernetzungen. Damit habe die Strömung die Aufklärung ganz entscheidend mit vorbereitet.