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Album der Woche / Archiv | Beitrag vom 17.08.2009

"Wir Kinder vom Bahnhof Soul" von Jan Delay

"Wir Kinder vom Bahnhof Soul" von Jan Delay (Vertigo Be)
"Wir Kinder vom Bahnhof Soul" von Jan Delay (Vertigo Be)

Der Hamburger HipHop-, Reggae- und Funkmusiker Jan Delay feierte bereits in den 1990er-Jahren mit seiner Band Absolute Beginner Erfolge. Nach "Searching for the Jan Soul Rebels" (2001) und "Mercedes-Dance" (2006) veröffentlicht der 33-Jährige jetzt sein drittes Soloalbum mit dem Titel "Wir Kinder vom Bahnhof Soul". Kritische Themen über das Showgeschäft oder über die Gleichförmigkeit der Innenstädte werden in Disco, Funk und Soul verpackt.

CD der Woche im Radiofeuilleton:
Montag, 17. August 2009 um 9.20 Uhr
Mittwoch, 19. August 2009 um 11.20 Uhr
Freitag, 21. August 2009 um 10.20 Uhr
Samstag, 22. August 2009 um 11.20 Uhr

CD der Woche in der Ortszeit:
Montag, 17. August 2009 um 6.20 Uhr
Mittwoch, 19. August 2009 um 8.50 Uhr
Freitag, 21. August 2009 um 6.20 Uhr

"Wir Kinder vom Bahnhof Soul” – der Hamburger ist seiner Leidenschaft für Wortspielchen treu geblieben. Dabei müsste es eigentlich eher "Wir Kinder vom Bahnhof Funk" heißen, denn wieder einmal lässt sich Jan Delay vom Groove seiner zehnköpfigen Backing Band Disko 1 vorantreiben. Das klingt mal nach Kool and the Gang, mal nach Curtis Mayfield, aber spätestens, wenn der immer leicht näselnde Sprechgesang einsetzt, ist man wieder mitten auf der Reeperbahn. Jan Delay - das ist der Beweis, dass Funkiness und die deutsche Sprache durchaus zusammen gehen können.
(Carsten Beyer)

Mit Soul hat Jan Delays Neue nun gar nichts zu tun, da weiß er selbst zu gut, dass ihm da eine ganze Menge an Stimme fehlt. Es ist der hochverdichtete Disco-Funk der frühen 80er-Jahre, der diesen Bahnhof durchweht: die Commodores, Quincy Jones und der junge Prince bilden die Matrix für Jan Delays sympathisches Umhertoben auf dem Abenteuerspielplatz der Black Music. Immer gut ist dieses Album dann, wenn der ehemalige Rapper seinem großen Vorbild Udo Lindenberg stimmlich und inhaltlich nahekommt.
(Andreas Müller)

Auch wenn sein nasaler Gesangsstil auf Dauer immer noch gewöhnungsbedürftig ist, glänzt der Hamburger Szene-Star Jan Delay auf seinem neuen Album erneut mit einem höchst abwechslungsreichen Streifzug durch alle Stilistiken der aktuellen schwarzen Musikszene.
(Uwe Wohlmacher)

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