Wim Wenders zieht umstrittenen Film "Falsche Bewegung" von 1975 vorerst zurück

    Szene aus dem Wim Wenders-Film "Falsche Bewegung" von 1975 mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski nach dem Drehbuch von Peter Handtke und einer Vorlage von Johann Wolfgang Goethe
    Szene aus dem Wim Wenders-Film "Falsche Bewegung" von 1975 mit der damals 13-jährigen Nastassja Kinski © picture alliance / Collection Christophel / Albatros Produktion
    Der Regisseur Wim Wenders will seinen wegen einer Nacktszene mit Nastassja Kinski umstrittenen Film "Falsche Bewegung" vorerst zurückziehen. Das teilte die Wim Wenders Stiftung am Mittwoch mit. Streaming-, TV- und Vertriebspartner würden angewiesen, den Film von 1975 nicht mehr öffentlich zu zeigen. In der Mitteilung bat Wenders um Entschuldigung. Er sehe, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Wenders wörtlich: "Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber“. Die Schauspielerin fordert von Wenders seit langem, die Szene, in der sie mit nacktem Oberkörper zu sehen ist, aus dem Film zu schneiden. Bei den Dreharbeiten war sie 13 Jahre alt. Ihr Anwalt hatte unlängst formale juristische Schritte angekündigt, da der Regisseur ein persönliches Gespräch mit Kinski zu der Szene seit Jahren verweigere. Verschiedene Medien hatten kritisch über Wenders Haltung berichtet.