Wiesn-Chef verteidigt "Skandal im Sperrbezirk" als Kultsong gegen Zensur

    Sänger und Gitarrist der "Spider Murphy Gang", Günther Sigl, bei einem Konzert auf der Bühne
    Auch Sänger und Gitarrist der "Spider Murphy Gang", Günther Sigl, erklärte, dass Lied verherrliche nicht die Prostitution. © picture alliance / Jens Niering
    Der Chef des Münchner Oktoberfestes, Christian Scharpf, hat auf Instagram das Lied "Skandal im Sperrbezirk" der Spider-Murphy-Gang gegen Zensur verteidigt.
    Zuvor hatte eine Musikempfehlung der Stadt Erlangen für die dort stattfindende Bergkirchweih für Aufregung gesorgt. Diese hatte den Verzicht auf zwölf Lieder nahegelegt, die als sexistisch und frauenfeindlich gelten, darunter auch "Skandal im Sperrbezirk". Der Song handelt von einer fiktiven Münchner Prostituierten namens Rosie, die anderen außerhalb des Münchner Sperrbezirks die Freier wegnimmt. Scharpf bezeichnete das Lied als ein "Stück Münchner Musikgeschichte". Auch Song-Schreiber Günther Sigl wehrte sich in der Münchner "Abendzeitung" gegen Seximus-Kritik. Der Text zeige sozialkritisch, wie es 1972 war, als wegen der Olympischen Spiele der Sperrbezirk in München eingeführt wurde.