Wert von Denkmalen ist laut Stiftung Denkmalschutz nicht mehr fest in Gesellschaft verankert

    Gera: Steffen Skudelny (l), Vorstand Deutsche Stiftung Denkmalschutz, gibt eine Pressekonferenz mit Kurt Dannenberg (CDU), Oberbürgermeister von Gera, zum Tag des Offenen Denkmals 2025 am 14.09.2025.
    Steffen Skudelny (l.), Vorstand Deutsche Stiftung Denkmalschutz (Archivbild) © Sebastian Münster / dpa / Sebastian Münster
    Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) beklagt ein zunehmendes Desinteresse am Erhalt von historischen Gebäuden. Co-Vorstand Skudelny sagte im Deutschlandfunk, der Wert von Denkmalen sei nicht mehr so fest in der Gesellschaft verankert. Skudelny nannte mehrere Gründe für diese Entwicklung. Die einfachen historischen Zusammenhänge von Gebäuden in Deutschland gehörten nicht mehr zum Allgemeinwissen. Zudem sei der politische Rückhalt für Denkmalschutz - anders als früher - nicht mehr als selbstverständlich gegeben. Es gebe auch viele Vorurteile, etwa dass Denkmäler rückständig, starr und teuer sind. Die Stiftung bemühe sich daher, aufzuklären. In einem "Schwarzbuch" listet die Stiftung etwa 900 Denkmale auf, die allein 2023 und 2024 verloren gegangen seien. Die private, gemeinnützige Stiftung wurde vor 40 Jahren gegründet. Schirmherr ist der Bundespräsident.