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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 04.05.2012

Wer übernimmt Verantwortung? - Reden von Morgen (2)

Nida-Rümelin registriert neues Gesellschaftsbewusstsein

Moderation: Peter Lange, Chefredakteur Deutschlandradio Kultur

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Gemeinsames Handeln hilft, die Demokratie zu stärken, sagt Nida-Rümelin. (Stock.XCHNG)
Gemeinsames Handeln hilft, die Demokratie zu stärken, sagt Nida-Rümelin. (Stock.XCHNG)

Dass erstmals in der Geschichte die Menschen mehrheitlich gegen Steuersenkungen seien, hält Julian Nida-Rümelin für etwas völlig Neues: "Wir stecken mitten in einer grundlegenden Veränderung." Die Bürger hätten ein gesteigertes Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft, meint der Philosoph und Ex-Staatsminister.

Zu den engagierten Bürgern gehört Gerald Neubauer, Mitbegründer der "Bewegungsstiftung" und Greenpeace-Mitarbeiter. Durch sein Handeln könne er gegen Ohnmachtsgefühle, Verbitterung und Zynismus ankämpfen, sagt er: "Das wäre sonst die Alternative."

Es gebe allerdings eine Asymmetrie: Die Bereitschaft sich gegen etwas zu engagieren, ist viel stärker ausgeprägt, als für etwas, gibt Julian Nida-Rümelin zu bedenken. Trotzdem seien Proteste wichtig, denn ohne die Bereitschaft sich selbst einzubringen, dünne die Demokratie zu einer Institution aus, die lediglich Regierungen legitimieren solle.
"Wer übernimmt Verantwortung für unsere Gesellschaft?" lautet das Thema der zweiten Veranstaltung der Reihe "Reden von Morgen".

Gäste:
Gerald Neubauer, Greenpeace, Mitbegründer der "Bewegungsstiftung"
Julian Nida-Rümelin, Philosoph, ehemaliger Staatsminister
Theo Steegmann, Vorsitzender der Initiative "Neuanfang für Duisburg"
Thomas Brussig, Schriftsteller

Moderation:
Peter Lange, Chefredakteur Deutschlandradio Kultur

Die Diskussion fand am 22.4.2012 im Schauspielhaus Bochum statt.

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