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Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 14.09.2011

Wenn die Psyche zersplittert

100 Jahre Schizophrenieforschung

Von Wibke Bergemann

Das Wort Schizophrenie ist längst Teil der Umgangssprache. (Stock.XCHNG / Andy Heyward)
Das Wort Schizophrenie ist längst Teil der Umgangssprache. (Stock.XCHNG / Andy Heyward)

Vor 100 Jahren schuf der Psychiater Eugen Bleuler den Begriff "Schizophrenie". Sie gilt als Inbegriff psychischer Erkrankungen. Eine schizophrene Krise ergreift einen Menschen umfassend. Alles kann zusammenbrechen: die Person, die Psyche, der Körper oder die Realität der Gedanken.

Heute taucht das Modewort als Metapher in immer neuen Zusammenhängen auf. Das Wort Schizophrenie wurde alltagstauglich, weil es sich von der eigentlichen medizinischen Bedeutung entfernte. Vieles, was wir als Merkmale unserer Zeit betrachten, scheinen psychotische Menschen in zugespitzter Form zu erleben: Auflösung tradierter Werte, zunehmende Individualisierung, sinnlose Beschleunigung, Fragmentierung.

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