Wenn die Musik anfängt zu schwingen
Sie singen Liebeslieder aus 6 Jahrhunderten, Gospels, Bachs Johannespassion, zeitgenössische geistliche Musik ebenso wie Jazzliteratur – und sie sind zwischen 13 und 21 Jahren jung: die Sängerinnen und Sänger des Jugendchores der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge aus Annaberg-Buchholz.
Und sie werden immer mehr: Angefangen hat Chorleiter Daniel Zwiener mit 12 Leuten, heute sind es über 80. Zum Erstaunen des Mittdreißigers stieg die Zahl der sangeswilligen Jugendlichen zusammen mit dem Niveau des Chores. Damit ist der Chor inzwischen nicht nur einer größten, sondern auch anspruchsvollsten Schulchöre Sachsens.
"Gut, wir machen 'nen kleines Einsingen, dann geht's an die Literatur. Steht ihr auf, bitte? Gut, wir nehmen mal s, k, t."
ALLE: "S, k, t, p, s, k, t, p ..."
Samuel: "Ich bin der Samuel, bin jetzt schon knapp 5 Jahre, 6 Jahre, also nicht von ganz Anfang an, doch aber ab der siebten, achten Klasse dann mit im Chor gewesen, bin jetzt Abiturient, also hab' das jetzt grad mein letztes Jahr."
Musik: "I wish you"
Samuel: "Wir sind der Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge."
Anna: ""Also, unser Probenraum ist eine große Aula, die über 100 Jahre alt ist, und da steht eine große Orgel drinne, auf der gegenüberliegenden Seite ist ein riesiges Wandgemälde, wie Jesus am See Genezareth predigt, und überall ist ganz viel Stuck, ganz viel Gold, also, es ist unglaublich, dass so etwas in 'nem Gymnasium zu finden ist!"
"Ich bin Anna, ich bin 21. Ich bin jetzt schon Ehemalige und total froh, dass uns Herr Zwiener erlaubt, dass wir trotzdem immer kommen dürfen. Ich studier' Musik, also ich sing dort auch in 'nem Chor, aber das ist ein Pflichtchor, wo halt jeder hingehen muss, und das macht keinen Spaß."
Samuel: "Wir haben Passionskonzerte gesungen, viel Klassisches von Bach, aber genauso auch moderne Sachen, Magnificat von Schönberg. Da ist jetzt nicht so 'ne Richtung festgelegt."+
Daniel Zwiener: "Die Engel von Mendelssohn: Es ist ja schon ein scharfes Stück. Achtstimmig, schwer gesetzt, für'n Laienchor ist das schon ganz schön hohe Schule. Und da gehört 'nen bisschen Mut dazu, die Schüler damit zu konfrontieren, weil ehe das Klangergebnis da ist, dauert das seine Zeit."
"Ich bin Daniel Zwiener und leite den Chor, seit er gegründet wurde, nämlich vor ungefähr sechs Jahren. Damit hätte ich nicht anfangen können vor sechs Jahren, zum Beispiel. Aber im Laufe der Zeit ist doch ein großes Vertrauen gewachsen auch der Chorsänger zu mir, dass ich nicht Stücke anschleppe, die nur Langeweile erzeugen."
Benedikt: "Die hartnäckige Arbeit, die verschafft einen zu solchen großen Messen und Gesängen und, ja, das ist gut!"
Eva: "Ich war relativ unausgebildet stimmlich und nach und nach hat sich das immer weiter verbessert."
"Auch die Kraft, die man in der Stimme hat, also die Dauer, die man aushalten kann zu singen, das hat sich wirklich stark verbessert. Auch das ganze musische Gefühl und das Gefühl für bestimmte Musikstile. Also, man singt Gospel anders als Klassik."
Eva: "Ich bin Eva, ich bin 19, ich bin seit drei Jahren im Chor. Ich hab' da ein Konzert gehört und da war ich dann hin und weg und dachte mir, du musst unbedingt in diesen Chor gehen. Es hatte auch damit zu tun, dass alle Mädchen schöne schwarze Kleider getragen haben, und ich hatte grad ein neues, aber hauptsächlich das mit dem Singen. Und es war die Gruppendynamik, die man einfach auch sehen konnte, dass alle soviel Spaß miteinander hatten, nicht nur an der Musik, sondern auch zusammen."
Benedikt: "Also, ich bin der Benedikt, gehe in die 11. Klasse und bin eigentlich seit dem Anfang dabei. Ich sing' seit der fünften Klasse mit und die Zusammenarbeit ist in den Jahren so gereift und so super geworden und wir haben sogar Preise dafür gekriegt, als wir vor mehreren Jahren mal in 'nem Chorwettbewerb waren."
Daniel Zwiener: "Ich wünsche mir, dass die Schüler merken, dass die Musik in ihnen selbst ist, dass sie ein Stück Musik sind. Wenn das schaffbar ist, oder wenn ich merke, dass man dort einen Schritt voran kommt, dass die Musik wirklich anfängt zu schwingen – und nicht bloß außen, sondern auch innen – dann hab' ich eigentlich erreicht, was ich wollte."
"Gut, wir machen 'nen kleines Einsingen, dann geht's an die Literatur. Steht ihr auf, bitte? Gut, wir nehmen mal s, k, t."
ALLE: "S, k, t, p, s, k, t, p ..."
Samuel: "Ich bin der Samuel, bin jetzt schon knapp 5 Jahre, 6 Jahre, also nicht von ganz Anfang an, doch aber ab der siebten, achten Klasse dann mit im Chor gewesen, bin jetzt Abiturient, also hab' das jetzt grad mein letztes Jahr."
Musik: "I wish you"
Samuel: "Wir sind der Jugendchor der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge."
Anna: ""Also, unser Probenraum ist eine große Aula, die über 100 Jahre alt ist, und da steht eine große Orgel drinne, auf der gegenüberliegenden Seite ist ein riesiges Wandgemälde, wie Jesus am See Genezareth predigt, und überall ist ganz viel Stuck, ganz viel Gold, also, es ist unglaublich, dass so etwas in 'nem Gymnasium zu finden ist!"
"Ich bin Anna, ich bin 21. Ich bin jetzt schon Ehemalige und total froh, dass uns Herr Zwiener erlaubt, dass wir trotzdem immer kommen dürfen. Ich studier' Musik, also ich sing dort auch in 'nem Chor, aber das ist ein Pflichtchor, wo halt jeder hingehen muss, und das macht keinen Spaß."
Samuel: "Wir haben Passionskonzerte gesungen, viel Klassisches von Bach, aber genauso auch moderne Sachen, Magnificat von Schönberg. Da ist jetzt nicht so 'ne Richtung festgelegt."+
Daniel Zwiener: "Die Engel von Mendelssohn: Es ist ja schon ein scharfes Stück. Achtstimmig, schwer gesetzt, für'n Laienchor ist das schon ganz schön hohe Schule. Und da gehört 'nen bisschen Mut dazu, die Schüler damit zu konfrontieren, weil ehe das Klangergebnis da ist, dauert das seine Zeit."
"Ich bin Daniel Zwiener und leite den Chor, seit er gegründet wurde, nämlich vor ungefähr sechs Jahren. Damit hätte ich nicht anfangen können vor sechs Jahren, zum Beispiel. Aber im Laufe der Zeit ist doch ein großes Vertrauen gewachsen auch der Chorsänger zu mir, dass ich nicht Stücke anschleppe, die nur Langeweile erzeugen."
Benedikt: "Die hartnäckige Arbeit, die verschafft einen zu solchen großen Messen und Gesängen und, ja, das ist gut!"
Eva: "Ich war relativ unausgebildet stimmlich und nach und nach hat sich das immer weiter verbessert."
"Auch die Kraft, die man in der Stimme hat, also die Dauer, die man aushalten kann zu singen, das hat sich wirklich stark verbessert. Auch das ganze musische Gefühl und das Gefühl für bestimmte Musikstile. Also, man singt Gospel anders als Klassik."
Eva: "Ich bin Eva, ich bin 19, ich bin seit drei Jahren im Chor. Ich hab' da ein Konzert gehört und da war ich dann hin und weg und dachte mir, du musst unbedingt in diesen Chor gehen. Es hatte auch damit zu tun, dass alle Mädchen schöne schwarze Kleider getragen haben, und ich hatte grad ein neues, aber hauptsächlich das mit dem Singen. Und es war die Gruppendynamik, die man einfach auch sehen konnte, dass alle soviel Spaß miteinander hatten, nicht nur an der Musik, sondern auch zusammen."
Benedikt: "Also, ich bin der Benedikt, gehe in die 11. Klasse und bin eigentlich seit dem Anfang dabei. Ich sing' seit der fünften Klasse mit und die Zusammenarbeit ist in den Jahren so gereift und so super geworden und wir haben sogar Preise dafür gekriegt, als wir vor mehreren Jahren mal in 'nem Chorwettbewerb waren."
Daniel Zwiener: "Ich wünsche mir, dass die Schüler merken, dass die Musik in ihnen selbst ist, dass sie ein Stück Musik sind. Wenn das schaffbar ist, oder wenn ich merke, dass man dort einen Schritt voran kommt, dass die Musik wirklich anfängt zu schwingen – und nicht bloß außen, sondern auch innen – dann hab' ich eigentlich erreicht, was ich wollte."