Weltweite Einnahmen durch Musik aus Sub-Sahara-Afrika steigen

Die Musik-Branche in Ruanda sucht nach einem Weg, wie Künstlerinnen und Künstler mehr Geld von ihrer Arbeit abbekommen. Darüber berichtet die Zeitung "The New Times" aus Kigali. Hintergrund sind eigentlich erfreuliche Zahlen: Wie der Weltverband der Phonoindustrie IFPI in seinem Jahresbericht darstellte, überstiegen die Einnahmen durch Musik aus Ländern südlich der Sahara 2024 erstmals 100 Millionen US-Dollar. Die Wachstumsrate lag demnach bei fast 23 Prozent; in Europa waren es nur rund acht Prozent. Doch von dem Geld kommt Studien zufolge kaum etwas bei den Musikschaffenden an. Das liegt der "New Times" zufolge daran, dass die Songs oft nicht richtig bei den weltweiten Verwertungsgesellschaften angemeldet sind. Viele Künstler konzentrierten sich auf Streaming-Plattformen, dafür kämen Einnahmen aus Radio und Fernsehen oder aus Bars in London oder New York zu kurz. Das Blatt rät deshalb: Es brauche in Ruanda und in anderen afrikanischen Ländern dringend eine bessere Erfassung von Rechten und Lizenzen.