Weimer fordert Vorgehen der EU gegen KI-generierte Bilder und Filme zum Holocaust

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat ein energisches Vorgehen der EU gegen die Verbreitung KI-generierter Holocaust-Bilder und -Filme gefordert. Das große Leid der Opfer des Holocaust dürfe nicht verfälscht und verzerrt werden, sagte Weimer der Nachrichtenagentur Reuters. Er unterstütze deshalb die Forderung der Gedenkstätten, KI-generierte Bilder eindeutig zu kennzeichnen und wenn nötig zu entfernen, fügte Weimer hinzu. Er forderte die EU-Kommission auf, entschieden gegen die Betreiber Sozialer Medien vorzugehen. Die Verbreitung manipulierter Bilder führe dazu, dass "Geschichte umgeschrieben und letztlich relativiert" werde. Die KZ-Gedenkstätten und andere Einrichtungen kritisieren, dass mit KI frei erfundene Szenen etwa aus Konzentrationslagern erstellt würden. "Zum einen nutzen sogenannte Content-Farmen die emotionale Wucht des Holocaust, um mit minimalem Aufwand maximale Reichweite zu erzielen", warnten sie in einem offenen Brief. Und: "Zum anderen werden diese Inhalte gezielt eingesetzt, um historische Fakten zu verwässern, Opfer- und Täterrollen zu verschieben oder revisionistische Narrative zu verbreiten."
Die Verbreitung manipulierter Bilder führe dazu, dass Geschichte umgeschrieben und letztlich relativiert werde, so Weimer.