Weimer: "Auch bei KI müssen Urheberrechte rechtlich einforderbar sein"

    Auf einem Handydisplay sind Apps verschiedener Musikstreamingplattformen zu sehen.
    KI-generierte Musik findet sich beispielsweise auch bei Streaminganbietern © picture alliance / APA / Hans Klaus Techt
    In der Debatte um KI-generierte Bilder und Musik fordert Kulturstaatsminister Weimer mehr rechtliche Handhabe in Sachen Urheberrechte. Diese müssten auch rechtlich einforderbar sein und bezahlt werden, sagte der parteilose Politiker der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die Large-Language-Modelle seien in den letzten fünf bis sieben Jahren über alles hinweggegangen. Wörtlich sagte Weimer: "Jedes Musikstück, jedes Bild, jede Rede haben sie gestohlen und verarbeitet. Wir sind fasziniert, was alles nun neu kombiniert ausgespielt wird. Aber das, was eingenommen wurde, wurde nie erfragt. Deswegen müssen wir da Regeln finden." Zurzeit kämen jeden Tag 75.000 neue, komplett KI-generierte Songs auf die Musikplattformen, was den Markt vollkommen verändere, erklärte der Kulturstaatsminister: "Bei der Diskussion, ob wir kennzeichnen sollten, was von Menschen und was von KI produziert wird, sagen erste Künstler und Musikunternehmen, dass die Grenzziehung schon gar nicht mehr möglich ist. Viele Komponisten benutzen KI. Wie viele Anteile ihrer Schöpfung jetzt noch menschengemacht sind, ist ein ganz schwieriges Feld". Für Weimer ist Künstliche Intelligenz "eine Revolution gigantischen Ausmaßes", die alles verändern werde, was an Wertschöpfungsprozessen in der Wirtschaft und in der Kultur stattfinde. Als Reaktion darauf gebe es zwei Muster: "Die eine ist schiere Angst, Kritik, Ablehnung. Die zweite ist pure Begeisterung. Ich bin eher in der Mitte und sage: Es gibt Chancen, es hat auch Risiken, aber wir müssen uns darauf einlassen und es positiv gestalten. Sowohl politisch als auch regulatorisch."