Seit 11:05 Uhr Tonart
Freitag, 23.04.2021
 
Seit 11:05 Uhr Tonart

Die Reportage / Archiv | Beitrag vom 03.10.2020

Weimar, Pasewalk, Radebeul Zurück in der Heimat

Von Henry Bernhard, Silke Hasselmann und Axel Rahmlow

Ein Fußabtreter mit dem Schriftzug "Heimat"liegt auf einem gepflasterten Weg. (imago images / Steinach)
Was bewegt Menschen, wenn sie wieder einmal in ihrer Heimatstadt sind? (imago images / Steinach)

Der eine liebt sie, möchte aber nie wieder hinziehen. Die andere kehrt für ein Klassentreffen zurück. Und der dritte erträgt die Idylle dort kaum. Zwei Reporter und eine Reporterin machen sich auf - in ihre Heimatstädte in Ostdeutschland.

Die Rückkehr unseres Thüringen-Korrespondenten in seine Heimatstadt findet quasi permanent statt. Kaum eine Woche vergeht, in der er nicht aus Weimar berichtet. Henry Bernhard ist dort aufgewachsen, zur Schule gegangen, dort leben aber: Nein, nie! Dabei liebt er die Stadt, ihre Kultur und Kulturschaffenden. Sogar und vor allem die Zugezogenen. Wie geht das zusammen?

Eine Menschengruppe steht auf dem Platz mit dem Goethe- und Schiller-Denkmal auf dem Theaterplatz in Weimar. (Henry Bernhard)Kultur unterhalb des berühmten Dichterdenkmals: Als Korrespondent muss Henry Bernhard regelmäßig nach Weimar. (Henry Bernhard)

Silke Hasselmann ist zu einem ganz konkreten Anlass zurückgekehrt in ihre alte Heimatstadt: 35 Jahre Abitur. Ihre alte Schule in Pasewalk hat mittlerweile einen neuen Namen, ist aber noch da.

Mehr als ein Drittel der Bevölkerung abgewandert

Die Gebäude der einst großen Arbeitgeber aber, in denen auch ihre Schwiegermutter einen Großteil ihres Berufslebens verbracht hat, sind längst niedergewalzt, mehr als ein Drittel der Bevölkerung abgewandert. Schöne Erinnerungen sind geblieben.

Blick auf den Klinkerbau des Gymnasiums in Pasewalk (Silke Hasselmann)Das Pasewalker Gymnasium: Hier machte Silke Hasselmann Abitur, damals in einer Erweiterten Oberschule. (Silke Hasselmann)

Auch Axel Rahmlow kehrt für uns 30 Jahre nach dem Mauerfall noch einmal zurück - nach Radebeul. Er war damals erst sechs Jahre alt, als seine Familie in die Nähe von Dresden zog. Mitten hinein in die Weinberge. Die sächsische Kleinstadt zählt seit 1989 zu den Gewinnerstädten im Osten. Doch unser Autor fremdelt immer mehr mit der Postkartenidylle.

Die Montage zeigt rechts das Foto eines Hauses in den Weinbergen von Radebeul, links den Linolschnitt "Turmhaus, 2001" von Axel Rahmlow.  (Axel Rahmlow)Linolschnitt "Turmhaus, 2001" von Axel Rahmlow, links ist das reale Haus in Radebeul, das sozusagen Modell stand. (Axel Rahmlow)

Drei Reporterinnen und Reporter, drei Städte, drei sehr persönliche Rückblicke. 

Die Sendung wurde erstmals am 10.11.2019 ausgestrahlt.

Mehr zum Thema

Rückkehrer nach Ostdeutschland - Finsterwalde – New York – Finsterwalde
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 4.11.2019)

Westdeutscher Blick auf die DDR - Warum der Westen den Osten nicht verstanden hat
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 6.11.2019)

Geboren 1989 - Ein Leben ohne DDR und trotzdem "Ossi"
(Deutschlandfunk Kultur, Zeitfragen, 4.11.2019)

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Die Reportage

Winterbergtunnel in FrankreichDas Ende der Totenruhe
Soldatenfriedhof (Deutschlandradio / Bettina Kaps)

Ein verschollen geglaubter Tunnel in der Picardie wurde im Mai 1917 zur Todesfalle für rund 200 deutsche Soldaten. Seit ein Hobbyarchäologe ihn entdeckt hat, ist ein Streit um das richtige Gedenken entbrannt. Dazu kommt die Angst vor Plünderungen. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur