Wegen "KPop Demon Hunters": Besucherzahlen im Koreanischen Nationalmuseum in Rekordhöhe

    Drei gezeichnet K-Pop-Stars aus dem Film "KPop Demon Hunters"
    Der Film "KPop Demon Hunters" um die fiktive Band HUNTR/X löst großes Interesse an der koreanischen Kultur aus © picture alliance / NurPhoto / Image Press Agency
    Der Hype um den Netflix-Film "KPop Demon Hunters" kommt auch der Hochkultur zugute: Das Koreanische Nationalmuseum verzeichnet eine Rekordzahl an Besucherinnen und Besuchern. Schon in der ersten Hälfte des Jahres kamen 2,7 Millionen Menschen und damit 64 Prozent mehr als im Vorjahr. Seit im Juni der Animationsfilm rund um die fiktive Girlgroup HUNTR/X herausgekommen ist, hat sich die Zahl noch einmal erhöht, ja im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar verdoppelt: Im Juli waren fast 750.000 Menschen in dem Museum. Besonderen Andrang verzeichnet der Museumsshop: Die meisten der Angebote dort, die auch im Film vorkommen, sind derzeit ausverkauft - zum Beispiel ein Anstecker mit einem Tiger aus einem traditionellen koreanischen Gemälde, der einem der Hauptcharaktere ähnelt. Das Nationalmuseum hat nach einem Bericht der Zeitung "The Chosun" vor, die Beliebtheit des Films in ein nachhaltiges Interesse für koreanische Kultur umzuwandeln. Geplant seien Ausstellungen, Bildungsprogramme und weitere Veranstaltungen zum nationalen Erbe. "KPop Demon Hunters" ist laut Netflix der erfolgreichste Film der Plattform aller Zeiten. Der Song "Golden" daraus wurde gerade zum Sommerhit 2025 gekürt. Auch die Vermarktungsmaschinerie läuft auf Hochtouren: Netflix denkt über ein Musical nach und in Korea hat eine Firma für Instant-Nudelsuppen gerade eine Sonderausgabe mit den HUNTR/X-Sängerinnen herausgebracht.