Washington National Opera zieht sich aus Kennedy Center zurück

Die Washington National Opera will ihre Aufführungen aus dem Kennedy Center abziehen. Das ist ein weiterer prominenter Abschied nach der Übernahme der führenden US-Kultureinrichtung durch Präsident Trump. Die Oper erklärte, sie wolle ihre Verbindung zum Kennedy Center einvernehmlich beenden und komplett unabhängig arbeiten. Als Grund nannte sie finanzielle Einschränkungen, die auf den Austausch des Vorstands gefolgt waren. Ausdrücklich erwähnt wurde der Präsident in der Erklärung nicht. Ric Grenell, ein Trump-Berater und kommissarischer Geschäftsführer des Centers, schrieb auf der Plattform X, eine Trennung von der Washington National Opera werde die Flexibilität und finanziellen Mittel schaffen, um Opern aus der ganzen Welt und den gesamten USA zu holen. Trump hatte den Vorstand des Kennedy Centers Anfang vergangenen Jahres entlassen und sich selbst zum Vorsitzenden gemacht. Später benannte er die Kulturinstitution um in "The Donald J. Trump and The John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts". Seitdem sagten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler geplante Auftritte dort ab.