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Sein und Streit | Beitrag vom 09.11.2014

Von Geschichte und Fortschritt Philosophie und Mauerfall

Über Geisteswissenschaften in der DDR, den Streit und das Glück

Moderation: Thorsten Jantschek

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Außenansicht der Humboldt-Universität zu Berlin Unter den Linden (picture-alliance/ ZB)
Außenansicht der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden: Hier lehrte der Philosoph Gerd Irrlitz. (picture-alliance/ ZB)

Kann man aus der Geschichte lernen? Was bedeutet heute Geschichtsphilosophie? Und wie konnte man in der DDR Philosophie betreiben, in der die Philosophie des Marxismus-Leninismus als staatstragende Wissenschaft verstanden und organisiert wurde? – Das fragen wir in dieser Sendung den Philosophen Gerd Irrlitz.

Irrlitz - 1935 in Leipzig geboren und dort Schüler von Ernst Bloch gewesen – wurde erst 1983, nahe der Berufungsgrenze, nach allerlei Umwegen Professor an der Ost-Berliner Humboldt Universität. Und er ist einer der wenigen ehemaligen DDR-Philosophen, der nach der Wende wieder einen, seiner vorherigen Stellung entsprechenden ordentlichen Lehrstuhl erhielt.

Außerdem:

Dass auch Kinder bei der Frage, ob man Glück teilen kann, ins Philosophieren geraten und dabei einig sind, das zeigt in unserer Reihe ein Beitrag von Ilka Lorenzen.

Dagegen glaubt die weltberühmte Philosophin Agnes Heller, die unsere drei Fragen "Was können wir wissen? Was soll man tun? Worüber sollen wir streiten?", dass das Streiten mit Freunden, das Uneinig-Sein, das Grundgeschäft der Philosophie ist.

Ob eine Studie der Hertie-Stiftung in der Lage ist, zu klären, was Menschen glücklich macht, das bezweifelt Katharina Döbler in ihrem philosophischen Kommentar (Beitrag).

Und Michael Opitz beschreibt an diesem geschichtsträchtigen 9. November anhand der DDR-Rezeption des Werks von Walter Benjamin, wie eine intellektuelle Chance, einen der großen Philosophen des 20. Jahrhunderts in den denkerischen Kanon der DDR einzuschleusen an einem dogmatischen Marxismus gescheitert ist (Beitrag)

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