Von Adelheid Wedel
Die "TAZ“ berichtet über die Zeche Zollverein in Essen und die dortige neue Ausstellung "Entry". Der "Süddeutschen Zeitung" gab Daniel Barenboim ein Interview über das West-Eastern Divan Orchestra in Zeiten des Nahostkonflikts. Die "Berliner Zeitung" sprach mit dem Dirigenten des Teheraner Sinfonieorchesters.
"Die Zeche Zollverein in Essen darf sich seit 2001 mit dem Titel Unesco-Weltkulturerbe schmücken."
Das lesen wir in der TAZ. Jetzt kommt die Zeche mit einer bemerkenswerten Ausstellung in die Schlagzeilen. Mittlerweile haben Kunst und Design dort ihr neues Zuhause gefunden, und das auch in der aktuellen Ausstellung "Entry", die die spannende Frage stellt: "Wie werden wir morgen leben?"
"Mit dem Großereignis scheint die Stadt Essen schon mal eine Probe auf den Titel Kulturhauptstadt Europas 2010 abzugeben,"
und die Zeche steht erneut "als Zeichen und Symbol des strukturellen Wandels im Ruhrpott." "Entry" umfasst fünf Einzelausstellungen und geht weit über eine übliche Architekturausstellung hinaus. Einige der vorgestellten Projekte befassen sich mit Verfall und Redundanz bei Stadträumen und Architekturen; knappe Kassen schärfen zudem den Sinn für kleinere Lösungen, für Recycling, fürs Do-it-Yourself. Bis Dezember sind die Ideen und Vorschläge der Künstler in Essen zu betrachten.
"Es gibt zumindest einen Punkt, wo westliche Avantgarde und persische Musik zusammenkommen."
Das sagt in der BERLINER ZEITUNG der iranische Komponist und Dirigent Nader Mashayekhi. Und damit meint er sich. Aufgewachsen in Teheran, lebte er seit seinem Studium in Wien 28 Jahre lang in der österreichischen Hauptstadt und kehrte in diesem Jahr in den Iran zurück. Jetzt ist er Chefdirigent des Teheraner Sinfonieorchesters. Mit einem Kammerensemble gastierte er zurzeit in Deutschland, am Sonntag in Neuhardenberg.
"Der Auftritt eines iranischen Orchesters in Deutschland - das wirft viele Fragen auf und hat ebenso wie der Auftritt des arabisch-israelischen West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim politische Signalwirkung."
Das schreibt die BERLINER ZEITUNG.
Mit Daniel Barenboim sprach die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und druckt ein Interview, in dem er vehement seinen Friedensgedanken formuliert:
"Der Krieg steht allem entgegen, woran wir glauben. Deswegen konnten wir nicht schweigen."
Barenboims Musiker aus Jordanien, Ägypten, Israel und Palästina haben eine Erklärung unterzeichnet, die besagt, dass es keine militärische Lösung im Nahen Osten geben kann. Bis auf sechs Musiker haben alle 97 unterschrieben.
"Der Krieg war eine große Prüfung für das Orchester, andererseits: ohne den Konflikt wäre es ja gar nicht notwendig,"
sagt der Dirigent, der darüber informiert, dass ein Teil des Erlöses aus den gemeinsamen Konzerten und der CD der Musikerziehung in den Palästinensergebieten zugute kommt sowie zivilen Opfern in Libanon, Gaza und Israel.
Über den Politikanteil in Krimis hat sich Hans-Peter Schwarz Gedanken gemacht und diese im Buch "Phantastische Wirklichkeit" zusammengefasst, das in der Deutschen Verlagsanstalt München erschienen ist. Die STUTTGARTER ZEITUNG nennt das Buch "eine Anleitung zum informierten Genuss, denn man erfährt, dass mehr dahinter steckt als nur Spannung". Es sei stets ein Stück Zeitgeschichte, die in den Politthrillern mitspiele, meist "in den Korridoren der Geheimdienste und der politisch oder auch wirtschaftlich Mächtigen."
Und oft steht das Leben dem Fantasieprodukt nicht nach. So erfahren wir aus der WELT, dass es Vermutungen gibt, die beiden polnischen Autoren Zbigniew Herbert und Andrzej Szczypiorski waren "Zuträger für die polnische Staatssicherheit". Aus den Akten werden jetzt ihre Lebensläufe rekonstruiert.
Und da sind wir wieder beim Thema Kunst und Politik und diesmal bei Johannes Heesters. Ihm ist in der Akademie der Künste in Berlin eine Ausstellung gewidmet und in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG beschreibt Peter Laudenbach die Problematik:
"Mehr Charme als Scham. Die Berliner Akademie der Künste feiert den unverwüstlichen Publikumsliebling, der als Star der NS-Unterhaltungsindustrie die Deutschen mit unzähligen Filmkomödien und Revue-Auftritten bei Laune gehalten hat. Ganz so dürfte sich Klaus Staeck die von ihm betriebene Politisierung der Berliner Akademie der Künste wohl nicht vorgestellt haben."
Das lesen wir in der TAZ. Jetzt kommt die Zeche mit einer bemerkenswerten Ausstellung in die Schlagzeilen. Mittlerweile haben Kunst und Design dort ihr neues Zuhause gefunden, und das auch in der aktuellen Ausstellung "Entry", die die spannende Frage stellt: "Wie werden wir morgen leben?"
"Mit dem Großereignis scheint die Stadt Essen schon mal eine Probe auf den Titel Kulturhauptstadt Europas 2010 abzugeben,"
und die Zeche steht erneut "als Zeichen und Symbol des strukturellen Wandels im Ruhrpott." "Entry" umfasst fünf Einzelausstellungen und geht weit über eine übliche Architekturausstellung hinaus. Einige der vorgestellten Projekte befassen sich mit Verfall und Redundanz bei Stadträumen und Architekturen; knappe Kassen schärfen zudem den Sinn für kleinere Lösungen, für Recycling, fürs Do-it-Yourself. Bis Dezember sind die Ideen und Vorschläge der Künstler in Essen zu betrachten.
"Es gibt zumindest einen Punkt, wo westliche Avantgarde und persische Musik zusammenkommen."
Das sagt in der BERLINER ZEITUNG der iranische Komponist und Dirigent Nader Mashayekhi. Und damit meint er sich. Aufgewachsen in Teheran, lebte er seit seinem Studium in Wien 28 Jahre lang in der österreichischen Hauptstadt und kehrte in diesem Jahr in den Iran zurück. Jetzt ist er Chefdirigent des Teheraner Sinfonieorchesters. Mit einem Kammerensemble gastierte er zurzeit in Deutschland, am Sonntag in Neuhardenberg.
"Der Auftritt eines iranischen Orchesters in Deutschland - das wirft viele Fragen auf und hat ebenso wie der Auftritt des arabisch-israelischen West-Eastern Divan Orchestra unter Daniel Barenboim politische Signalwirkung."
Das schreibt die BERLINER ZEITUNG.
Mit Daniel Barenboim sprach die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG und druckt ein Interview, in dem er vehement seinen Friedensgedanken formuliert:
"Der Krieg steht allem entgegen, woran wir glauben. Deswegen konnten wir nicht schweigen."
Barenboims Musiker aus Jordanien, Ägypten, Israel und Palästina haben eine Erklärung unterzeichnet, die besagt, dass es keine militärische Lösung im Nahen Osten geben kann. Bis auf sechs Musiker haben alle 97 unterschrieben.
"Der Krieg war eine große Prüfung für das Orchester, andererseits: ohne den Konflikt wäre es ja gar nicht notwendig,"
sagt der Dirigent, der darüber informiert, dass ein Teil des Erlöses aus den gemeinsamen Konzerten und der CD der Musikerziehung in den Palästinensergebieten zugute kommt sowie zivilen Opfern in Libanon, Gaza und Israel.
Über den Politikanteil in Krimis hat sich Hans-Peter Schwarz Gedanken gemacht und diese im Buch "Phantastische Wirklichkeit" zusammengefasst, das in der Deutschen Verlagsanstalt München erschienen ist. Die STUTTGARTER ZEITUNG nennt das Buch "eine Anleitung zum informierten Genuss, denn man erfährt, dass mehr dahinter steckt als nur Spannung". Es sei stets ein Stück Zeitgeschichte, die in den Politthrillern mitspiele, meist "in den Korridoren der Geheimdienste und der politisch oder auch wirtschaftlich Mächtigen."
Und oft steht das Leben dem Fantasieprodukt nicht nach. So erfahren wir aus der WELT, dass es Vermutungen gibt, die beiden polnischen Autoren Zbigniew Herbert und Andrzej Szczypiorski waren "Zuträger für die polnische Staatssicherheit". Aus den Akten werden jetzt ihre Lebensläufe rekonstruiert.
Und da sind wir wieder beim Thema Kunst und Politik und diesmal bei Johannes Heesters. Ihm ist in der Akademie der Künste in Berlin eine Ausstellung gewidmet und in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG beschreibt Peter Laudenbach die Problematik:
"Mehr Charme als Scham. Die Berliner Akademie der Künste feiert den unverwüstlichen Publikumsliebling, der als Star der NS-Unterhaltungsindustrie die Deutschen mit unzähligen Filmkomödien und Revue-Auftritten bei Laune gehalten hat. Ganz so dürfte sich Klaus Staeck die von ihm betriebene Politisierung der Berliner Akademie der Künste wohl nicht vorgestellt haben."