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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 04.06.2012

Völkerball

Nationalismus und Fußball

Von Andrea und Justin Westhoff

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Orwell: "Fußball ist wie Krieg ohne Schießen" - das umstrittene Tor Wembley-Tor im WM-Finale 1966. (AP Archiv)
Orwell: "Fußball ist wie Krieg ohne Schießen" - das umstrittene Tor Wembley-Tor im WM-Finale 1966. (AP Archiv)

George Orwell nannte den Fußball einst "war minus the shooting", zu deutsch: "Krieg ohne Schießen". Und oft in der Fußballgeschichte wurde das Ergebnis einer Begegnung als Sieg oder Niederlage des ganzen Landes gedeutet, manchmal entluden sich die nationalen Konflikte auch gewalttätig in Auseinandersetzungen der gegnerischen Fans.

Heute erinnern internationale Wettbewerbe eher an ein großes Nationaltheater: von patriotischen Gesten der Spieler, über die Gesänge und Rituale der Fan-Nationen auf den Rängen, bis zum Wir-Gefühl beim Public Viewing. Aber besonders im Fußballalltag zeigen sich eben auch die negativen Seiten des Nationalismus: Pfiffe bei den gegnerischen Hymnen, rassistische Kundgebungen gegenüber einzelnen Spielern und Krawalle nationalistischer Fangruppen vor den Stadien.

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