Vermisstes Cranach-Gemälde kehrt nach Dresden zurück

    Eine Mitarbeiterin des Schiller-Museums in Weimar steht vor dem "Bildnis Lucas Cranachs d. Ä." von Lucas Cranach dem Jüngeren.
    Lucas Cranachs der Ältere, gemalt von Lucas Cranach dem Jüngeren. © picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert
    Nach mehr als 80 Jahren gehört ein vermisstes Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren wieder zum Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Das postkartengroße Porträt zeigt Kurfürst Friedrich den Weisen. Es befand sich zuletzt in französischem Privatbesitz. Generaldirektor Bernd Ebert sagte am Donnerstag bei der Präsentation in Dresden, das Bild sei "für einen kleinen Betrag" zurückerworben worden. Es galt lange Zeit als Kriegsverlust und tauchte laut Ebert in den 1970er Jahren im Kunsthandel auf. Die Holztafel soll künftig dauerhaft in der Gemäldegalerie Alte Meister gezeigt werden. Aktuell ist das Gemälde aus der Cranach-Werkstatt noch bis Ende Juli im Residenzschloss in einer Sonderausstellung zu Friedrich dem Weisen zu sehen. Das Pariser Auktionshaus Artcurial hatte das Werk zur Begutachtung bekommen und auf seine Provenienz überprüft. Es stellte sich heraus, dass es einst den Dresdner Kunstsammlungen gehörte.