Verbraucherschutzverein klagt gegen Preiserhöhungen bei Streaming-Anbietern

Verbraucherschützer gehen mit drei Verbandsklagen gegen Preiserhöhungen der Streaming-Anbieter Netflix, Apple TV und Wow vor. Sie wollen für Kunden in Deutschland Rückzahlungen in Höhe von 200 bis 700 Euro durchsetzen, abhängig vom jeweiligen Vertrag. Die Klagen sind am Kammergericht Berlin und am Bayerischen Oberlandesgericht anhängig. Betroffene können sich der Klage kostenlos anschließen. Laut Verbraucherschutzverein haben die Anbieter auf Preisanpassungsklauseln in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen gestützt und die Preise laufender Abonnements wiederholt angehoben, ohne die gesonderte Zustimmung ihrer Kunden einzuholen. Aus Sicht des Vereins benachteiligen solche Klauseln Verbraucher unangemessen und sind unwirksam. Ein vergleichbarer Fall beschäftigt zurzeit das Oberlandesgericht Hamm. Dabei geht um starke Preiserhöhungen beim Sport-Streaminganbieter DAZN.