Venedigs Fenice-Opernhaus trennt sich von Dirigentin

Nach monatelangem Streit zieht das traditionsreiche Opernhaus La Fenice in Venedig einen Schlussstrich. Es trennt sich von der 36-jährigen Dirigentin Beatrice Venezi, die der italienischen Regierungschefin Meloni nahestehen soll. Künftige Projekte werden nicht mehr umgesetzt, teilte die Stiftung des Opernhauses mit. Venezi sollte eigentlich im Oktober ihr Amt als neue Musikdirektorin antreten - und zwar bis März 2030. Kritiker bemängelten jedoch, sie sei unerfahren, da sie noch nie eines der großen Orchester der Welt dirigiert hat. Die Belegschaft bemängelte außerdem, nicht in die Entscheidung eingebunden worden zu sein. Orchester, Chor und Beschäftigte reagierten mit Arbeitsniederlegungen und weiteren Aktionen. Ausschlaggebend für die Beendigung der Zusammenarbeit waren nun laut Stiftung des Opernhauses "wiederholte und schwerwiegende öffentliche Äußerungen" von Venezi. In einem Zeitungsinterview behauptete sie unter anderem, im Orchester würden Stellen "praktisch von Vater zu Sohn" weitergegeben.