Vatikan und Microsoft erschaffen mit KI digitalen Zwilling des Petersdoms

    Der Petersdom in der Vatikanstadt Rom Italien mit Touristen
    Vier Wochen lang wurde der Petersdom für das Projekt mit Spezialkameras innen und außen fotografiert. © imago images / Bihlmayerfotografie / Michael Bihlmayer
    Sie ist die größte und berühmteste Kirche der Welt und der Christenheit - nun gibt es einen digitalen Zwilling des Petersdoms. Der Vatikan und die Software-Firma Microsoft haben in einem gemeinsamen Projekt aus 400.000 von Künstlicher Intelligenz aufbereiteten Drohnenbildern die Kathedrale nachgebildet. Im Sommer 2023 wurde sie dafür komplett mit ihren 22.000 Quadratmetern umbauter Fläche von zwei Drohnen mit Spezialkameras mit Laserscannern innen und außen fotografiert. Auf einer interaktiven Webseite können Interessierte die Kirche nun besuchen und sich über die Geschichte des Petersdoms informieren. Außerdem gibt es künftig in der Basilika selbst zwei digitale Präsentationen rund um Architektur und Baugeschichte mit dem Titel "Petros Eni" ("Petrus ist hier"), jener steinernen Inschrift, die Archäologen bei Ausgrabungen unter der Basilika auf die Spur des Petrusgrabs brachten. Außerdem konnten mithilfe eines von Microsoft entwickelten Algorithmus' Risse in Decken, Wänden oder Kunstwerken sowie fehlende Teile in Mosaiken oder Dächern entdeckt werden. Dies seien wertvolle Hinweise für die Restaurierung.