Vancouver gründet einen Immobilienfonds zum Schutz von Kunstschaffenden

Kunstschaffende in London, Helsinki und San Francisco werden durch spezielle Programme davor geschützt, aus der Innenstadt verdrängt zu werden. Auch Vancouver in Kanada will jetzt angesichts der Immobilienkrise in der Stadt handeln: Wie "The Art Newspaper" berichtet, hat der Stadtrat die Gründung eines sogenannten Cultural Land Trust beschlossen – einer Art Kultur-Immobilienfond. Er soll Gebäude dauerhaft für Ateliers, Kulturprojekte und Wohnraum sichern und sie so dem spekulativen Immobilienmarkt entziehen. Allein in den vergangenen zehn Jahren gingen laut Bericht in Vancouver mehr als 37.000 Quadratmeter Atelier- und Arbeitsflächen verloren. Mehr als 80 Prozent der Kunstschaffenden und Kulturorganisationen in der Provinz British Columbia sind demnach von Verdrängung bedroht. Als erstes Objekt hat der Trust ein Haus aus den 1920er Jahren erhalten, das künftig als Künstlerresidenz und Gemeinschaftsunterkunft dienen soll. Bis 2050 sollen 30 Gebäude gesichert werden.