US-Kulturszene schockiert über Ereignisse in Minneapolis

Die tödlichen Schüsse in Minneapolis sorgen auch in der US-Kulturszene für Entsetzen. Die Schauspielerinnen Natalie Portman und Olivia Wilde sprachen sich beim Sundance-Festival gegen die Migrationspolizei ICE aus. Was gerade in den USA passiere, sei absolut entsetzlich, so Portman, die eine Anstecknadel mit "ICE out" trug. Menschen würden ermordet, so Wilde. Das Land dürfe nicht akzeptieren, dass das jetzt die neue Norm sei. Beide zeigten sich erfreut über die Massenproteste. Es sei inspirierend, so viele Menschen auf den Straßen zu sehen, auch wenn demonstrieren jetzt gefährlich sei. Der Schauspieler Edward Norton verglich ICE mit der Gestapo. "Wir sitzen hier und reden über Filme, während eine illegale Armee gegen US-Bürger eingesetzt wird." Er forderte einen landesweiten Generalstreik. Filmemacher Kogonada sagte bei der Premiere seines Films, gerade in diesen dunklen Zeiten dürfe Kunst sich nicht genussvoll anfühlen, sondern müsse dem entgegen wirken. Die Schauspielerin Zoey Deutch sagte im Interview mit Variety, sie schäme sich für die US-Regierung. Gleichzeitig sei sie stolz, Amerikanerin zu sein und zu sehen, wie Gemeinschaften und Menschen in dieser Zeit zusammenkommen.