US-Komponist Philip Glass sagt Uraufführung im Kennedy-Center ab

Der weltberühmte US-Komponist Philip Glass hat die Premiere seiner Sinfonie über Abraham Lincoln im Kennedy Center abgesagt. Das ist die jüngste einer ganzen Reihe von Absagen, seitdem Präsident Trump das Kulturzentrum in Washington unter seine Kontrolle gebracht hat. Das Werk sollte eigentlich unter der Leitung der Grammy-Gewinnerin Karen Kamensek im Juni uraufgeführt werden. Wie Glass in einer Stellungnahme erklärte, stehen die Werte des Kennedy-Centers im direktem Widerspruch zur Botschaft der Sinfonie Nr. 15 über Abraham Lincoln. Deswegen werde er das Werk dort nicht aufführen lassen. Philip Glass gilt als einer der wichtigsten Pioniere der Minimal Music. Zuvor hatten bereits zahlreiche andere Künstlerinnen, Künstler und Gruppen Auftritte im Kennedy Center gestrichen, darunter die Opernsängerin Renée Fleming, die Martha Graham Dance Company und das Musical "Hamilton".