US-Gericht ordnet Rückgabe eines Modigliani-Gemäldes nach Frankreich an

    Gebäude des Obersten Gerichtshofs des US-Bundesstaates New York in Lower Manhattan mit der Aufschrift The True Administration of Justice an seiner Fassade in New York.
    Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von New York stützt sich auf ein Urteil eines französischen Gerichts aus dem Jahr 1946. © imago images / imageBROKER / Jannis Tobias Werner
    Der Oberste Gerichtshof des Staates New York hat die Rückgabe eines Gemäldes des italienischen Malers Amedeo Modigliani angeordnet. Das Bild war während des Zweiten Weltkriegs dem britisch-jüdischen Antiquitätenhändler, Oscar Stettiner, mit Sitz in Paris während der Besetzung Frankreichs entzogen worden. Die Entscheidung des US-Gerichts stützt sich auf ein Urteil eines französischen Gerichts aus dem Jahr 1946, das bereits die Rückgabe des Gemäldes angeordnet hatte. Bei dem Werk handelt es sich um das Gemälde mit dem Titel "Der auf einen Stock gestützte Mann" von 1918. Das Bild ist das Porträt eines Mannes mit Schnurrbart, Krawatte und Hut, der die Hände auf einen Spazierstock stützt. Das Bild, das 1996 vom Milliardär David Nahmad bei einer Auktion erworben worden war, muss nun an den Enkel Stettingers, einen französischen Landwirt zurückgegeben werden. Der Wert wird auf über 20 Millionen Euro geschätzt.