Untersuchungskommission spricht nach Juwelen-Diebstahl im Louvre von Systemversagen

Nach dem Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre spricht die zuständige parlamentarische Untersuchungskommission von Systemversagen. Es gebe eine Liste von Versäumnissen, die in anderen Ländern und Einrichtungen längst zu Rücktritten geführt hätten, sagte der konservative Abgeordnete Alexandre Portier, der das Gremium leitet. Der Louvre sei wie ein Staat im Staat. Das Museum werde verwaltet, als ob es niemandem Rechenschaft über die Verwendung öffentlicher Gelder ablegen müsste. Die Untersuchungskommission will in der kommenden Woche sowohl die Museumsdirektorin des Cars als auch Kulturministerin Dati anhören. Es wird damit gerechnet, dass Dati in Kürze ihren Posten räumt, da sie bei der im März anstehenden Gemeindewahl in Paris kandidiert. Der Louvre war auch nach dem Juwelendiebstahl mehrfach in den Schlagzeilen, unter anderem wegen mehrerer Wasserschäden, Streiks und des Verdachts auf massiven Ticketbetrug mit einem Millionenschaden.