UNO-Menschenrechtsbüro besorgt über Prozess gegen Künstler Gao Zhen in China

    Vor dem ACE Museum in Los Angeles, USA, steht ein riesiger Kopf aus Edelstahl von Lenin, dem russischen kommunistischen Revolutionär. Das Werk der chinesischen Brüder Gao (Zhen und Qiang) trägt den Titel „Miss Mao”.
    Lenin-Skulptur der chinesischen Gao-Brüder. Vor Gericht steht Gao Zhen aber wegen satirischer Mao-Skulpturen. © picture alliance / dpa / Michael Nelson
    Das Menschenrechts-Büro der Vereinten Nationen hat sich besorgt über den Prozess gegen den 2024 festgenommenen chinesischen Dissidenten und Künstler Gao Zhen geäußert. Dieser ist für seine satirischen Skulpturen des ehemaligen Staatschefs Mao Zedong bekannt und wurde Ende März vor Gericht gestellt. Ein Urteil gibt es noch nicht. Dem Künstler wird die "Verleumdung nationaler Helden und Märtyrer“ vorgeworfen. Die UNO verwies darauf, dass das entsprechende Gesetz in China mehr als ein Jahrzehnt nach der Entstehung der satirischen Skulpturen in Kraft getreten sei. Der Fall werfe Bedenken auf hinsichtlich der rückwirkenden Anwendung des Strafrechts. Das Menschenrechtsbüro forderte die sofortige Freilassung des Künstlers.