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Alte Musik / Archiv | Beitrag vom 02.10.2018

Universum JSB (12) - Johann Sebasitan Bach als Kapellmeister unter Fürst Leopold von Anhalt-KöthenAlles sechs Mal x - Bachs Köthener Zyklen

Von Michael Maul

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Auf schwarzem Untergrund sind weiße Musiknoten zu sehen. (imago images / )
Noten in Variationen (imago images / )

Als Kapellmeister in Köthen hatte Bach viel Zeit zu komponieren. Während der sechs Jahre in der anhaltischen Provinz entwickelte er eine Vorliebe für zyklische Formen: Alles sechs Mal x. Und immer anders.

Der Herzog in Köthen lässt von Johann Sebastian Bach seine Hofkapelle erweitern. Bach kann sich kompositorisch freier entfalten, denn hier muss er auch keine Lakaiendienste wie in Weimar ableisten. Er darf und muss sich ausschließlich ums Musikalische kümmern. In diesem Umfeld entwickelt Bach eine Vorliebe für zyklische Formen. Er setzt sie in anspruchsvollen und mitunter experimentellen kammermusikalischen Gattungen ein. 

Sechs Mal x und immer anders

Und weil Gott die Welt in sechs Tagen erschuf, umfassen Bachs Köthener Zyklen auch stets sechs Werke oder ein Vielfaches dieser göttlichen Zahl. Und mag es Zufall sein oder Vorherbestimmung? Es ist ausgerechnet die 12. Folge unserer Sendereihe "Universum Johann Sebastian Bach", die sich mit Bachs Köthener Zyklen befasst. Der Bachforscher Michael Maul gibt diesem Teil das Motto: "Sechs Mal x und immer anders".

Universum JSB

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