Ungarns öffentlich-rechtliches Fernsehen sendet nach Zwangspause wieder Nachrichten

    Der neue ungarische Präsident und frühere Präsident des ungarischen Obersten Gerichts, Andras Baka, sitzt in einem dunklen Zimmer.
    Das ungarische öffentlich-rechtliche Fernsehen M1 sendet seit Donnerstag wieder Nachrichten und begann mit einem Beitrag über den Amtsantritt des neuen ungarischen Präsidenten Andras Baka, dem früheren Präsidenten des ungarischen Obersten Gerichts. © AFP / PETER KOHALMI
    Das ungarische öffentlich-rechtliche Fernsehen M1 sendet seit Donnerstag wieder Nachrichten. Die Mitarbeitenden hatten nach dem Antritt des neuen Ministerpräsidenten Peter Magyar eine Zwangspause einlegen müssen. Unter dessen Vorgänger Orban war M1 als Sprachrohr der Regierung benutzt worden. Magyar hat sich verpflichtet, die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien wiederherzustellen. Die Nachrichten am Donnerstag begannen mit einem Beitrag über den Amtsantritt des neuen ungarischen Präsidenten Baka, einem Kritiker von Orbán. Die unabhängige Nachrichtenseite Telex bewertete die Sendung als ausgewogen. An dem Neustart gibt es aber auch Kritik. Mehrere Beschäftigte von M1 sagten der Nachrichtenagentur AFP, dass zwar einige Moderatoren und Journalisten entlassen wurden, die Belegschaft aber im Wesentlichen unverändert geblieben sei.