Ungarn will Darstellung von Homosexualität in Film und Fernsehen wieder erlauben

Ungarns Regierung möchte das umstrittene LGBTQ-Gesetz ändern, das die Vorgängerregierung unter dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Orbán eingeführt hatte. Einem neuen Gesetzentwurf zufolge soll die Darstellung von Homosexualität in Filmen und im Fernsehen wieder erlaubt werden. Auch Transgeschlechtlichkeit soll wieder thematisiert werden dürfen. Orbans Regierung hatte die strengeren Regeln 2021 eingeführt und mit dem Kinder- und Jugendschutz begründet. Der Europäische Gerichtshof hatte im April entschieden, dass dieses Gesetz gegen die Grundrechte-Charta der EU verstößt. Laut dem Urteil werden nicht-heterosexuelle und transgeschlechtliche Menschen als eine Gefahr für die Gesellschaft stigmatisiert und marginalisiert. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und queere Menschen.