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Konzert / Archiv | Beitrag vom 05.03.2019

Ungarisches RSO live aus BudapestEin russischer Abend an der Donau

Moderation: Volker Michael

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Das Ungarische Radio-Symphonieorchester im Großen Saal der Ferenc-Liszt-Musikakademie Budapest (Gábor Valuska/Ungarisches RSO)
Das Ungarische Radio-Symphonieorchester im Großen Saal der Ferenc-Liszt-Musikakademie Budapest (Gábor Valuska/Ungarisches RSO)

Weit nach Osten blicken das Ungarische Radio-Symphonieorchester und sein Chefdirigent János Kovacs an diesem Abend: Musik von Peter Tschaikowsky und Michail Glinka gibt es - der Solist ist ein Einheimischer und heißt Ernö Kállai.

Vor Jahren gelang es ihm, für ein Studium mit einem Stipendium an der New Yorker Julliard School aufgenommen zu werden, bei niemand geringerem als der Geigenlegende Itzhak Perlman. Der aus Budapest stammende Violinist Ernö Kállai hat seitdem international viele Erfahrungen gesammelt. In diesem Konzert ist er für die ungarische Geigerin Agnes Langer eingesprungen, die junge Musikerin musste leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. 

Itzhak Perlmans Schüler

Der Geiger Kállai Ernö (Filharmónia Magyarország Nemzeti Filharmonikus Zenekar )Der Geiger Kállai Ernö (Filharmónia Magyarország Nemzeti Filharmonikus Zenekar )

Kállai wird der Solist sein in Peter Tschaikowskys weit ausladendem D-Dur-Violinkonzert, das sich in ein rein russisch-romantisches Programm einfügt. "Als Ernö den Juilliard-Wettbewerb mit dem Prokofjew-Konzert gewann," erzählte Itzhak Perlman einer deutschen Journalistin und meinte damit Kállais Interpretation von Sergej Prokofjews Zweitem Violinkonzert in der New Yorker Carnegie Hall im Jahre 2008, "da war es recht offenkundig, dass er das Zeug zum großen Auftrittskünstler hat."

Russischer geht es nicht: Glinka und Tschaikowsky

Im zweiten Teil gibt es Tschaikowskis vierte Sinfonie. Am Beginn des Konzerts, das wir live zeitversetzt aus der Ferenc-Liszt-Akademie übertragen, stehen zwei Orchesterstücke des Gründers der russischen Nationaloper, Michail Glinka: Das Vorspiel zu seiner berühmtesten Oper "Ruslan und Ludmilla" (das wir aus technischen Gründen leider nicht senden können) und seine Orchesterfantasie "Kamarinskaya". Der derzeitige Chefdirigent des Ungarischen RSO, János Kovács, leitet den Abend.

Hier können Sie ein Gespräch mit János Kovács hören:

Der Dirigent János Kovács (Ungarischer Rundfunk/Euroradio)Der Dirigent János Kovács (Ungarischer Rundfunk/Euroradio)

Live aus der Franz Liszt Musikakademie Budapest

Michail Glinka
"Kamarinskaya", Fantasie über zwei russische Volksweisen

Peter Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur op. 35

ca. 20.55 Uhr Konzertpause, darin János Kovács im Gespräch mit Volker Michael

Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Ernö Kállai, Violine
Ungarisches Radio-Sinfonieorchester Budapest
Leitung: János Kovács

Konzert

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