Unentschlossenheit und Schwebezustände

    Alles Leerlauf?

    33:23 Minuten
    Eine Parkbank steht auf einem grasbewachsenen Hügel.
    Ein Ort, der bei der Entschleunigung hilft - und auch unentschlossene Gedanken erlaubt: die Parkbank. © Unsplash / Christian Hermsen
    Moderation: Katja Bigalke · 13.03.2021
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    Es gibt sie, die kleinen Inseln der Unentschlossenheit: eine Parkbank, die Ecke voller Krimskrams, ein Innehalten im Alltag. Aber es gibt auch Metropolen, wo es eher darauf ankommt, entschlossen zu handeln. Ein Thema, vier Facetten.
    Diese Echtzeit widmet sich der Unentschlossenheit. Oft als Schwäche oder sogar als Faulheit verleumdet, kann sie doch viel mehr!
    Nur durch den Leerlauf, den Peter Sloterdijk einmal als Schwebezustand bezeichnet hat, können wir zu uns finden. Innehalten, raus aus der Alltagsmühle zu kommen, ist eine Fähigkeit, die kaum einer gut beherrscht. Nils Markwardt vom "Philosophie Magazin" erzählt uns mehr darüber.

    Kleinsträume der Rebellion

    Aber natürlich kultivieren wir alle im Alltag kleine Inseln der Unentschlossenheit. Auch davon erzählt diese Ausgabe der Echtzeit. Denn in fast jeder Wohnung finden sich kleine Anhäufungen von Gegenständen, die manchmal jahrelang nicht wegsortiert werden. Und so manch einer liebt diese Krimskrams-Ecken, Kleinsträume der Rebellion gegen den Aufräumimpetus von Marie Kondo und Co.
    So gar nicht unentschlossen sein, können indes die Bewohner von New York, findet unsere Korrespondentin Antje Passenheim. Das erkennt man sogar daran, wie entschlossen sie sich in die Riesenschlangen vor den Impfzentren der Metropole einreihen.
    Und in Barcelona würdigen wir ein Objekt, das uns um Alltag bei der Entschleunigung hilft und zuweilen auch Gedanken der Unentschlossenheit erlaubt: Die Parkbank!
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