Unbekanntes Renaissance-Bild von Maler Hans Baldung entdeckt

    Hans Baldung-Griens Tryptichon "Anbetung der Heiligen drei Könige" zeigt mittig die heiligen drei Könige, davor kniet ein bärtiger Mann vor Maria, die das Jesuskind auf dem Schoß hält.
    Hans Baldung-Griens Tryptichon "Anbetung der Heiligen drei Könige" aus dem Jahr 1507 © picture alliance / Bildagentur-online / U.I.G.
    Ein Jahrhunderte altes Fundstück sorgt für Aufsehen in der Kunstwelt. In Frankreich ist eine Zeichnung des deutschen Renaissance-Meisters Hans Baldung entdeckt worden. Das kleine Silberstift-Porträt aus dem Jahr 1517 lag jahrzehntelang unbeachtet in einer Holzkiste. Das Motiv zeigt eine Frau mit Kopftuch. Laut der österreichischen Zeitung "Der Standard" sind Zeichnungen von Baldung extrem selten, nur wenige befinden sich in privatem Besitz. Im März soll das Werk in Paris versteigert werden. Der Schätzwert liegt bei 1,5 bis drei Millionen Euro. Hans Baldung gilt als so bedeutend wie eigenwillig: Er verband Dürers Präzision mit einer düsteren, erotisch aufgeladenen Bildwelt, die für seine Zeit extrem gewagt war. Berühmt wurde er mit Gemälden vom Sündenfall, Heiligen-Darstellungen und drastischen Hexenszenen. Ein Höhepunkt seines Schaffens ist der Hochaltar des Freiburger Münsters.