Unbekannte römische Stadt in Niederösterreich entdeckt

    Der UNESCO-Welterbe Donaulimes aus der Vogelperspektive.
    Die Stadt Claudivium wurde am UNESCO-Welterbe Donaulimes gefunden. © picture alliance / dpa / Armin Weigel
    Jahrhundertelang haben die alten Römer die österreichischen Landschaften geprägt. Nun wurden bei St. Pantaleon im niederösterreichischen Bezirk Amstetten die Spuren einer bislang unbekannten römischen Stadt entdeckt. Wie ”Der Standard” aus Wien berichtet, handelt es sich möglicherweise um eine Stadt mit dem Namen Claudivium. Demnach stießen Fachleute unterirdisch auf eine städtische Struktur mit regelmäßigem Straßenraster und einem Amphitheater für 8.000 Personen. Die Besiedlung begann um etwa 80 nach Christus. Schon 100 Jahre später - um 180 nach Christus - wurde die Stadt wieder verlassen, was auf einen geordneten, geplanten Rückzug hindeutet. Gefunden wurde die Stadt am UNESCO-Welterbe Donaulimes von Forschenden unter anderem des Forum Donaulimes und der Universität Innsbruck. Nach ihren Worten ist die Siedlung im Umfeld einer Garnison von rund 500 Soldaten - von ihrer Größe und Planung her - im gesamten Römischen Reich bislang "ohne Vergleich".