Unabhängigkeitsheld und Sklavenhalter: Gestürzte Statue soll in Washington wiederauferstehen

    "Black Lives Matter"- Protest im Februar 2022 in Minneapolis nachdem der 22-jährige Amir Locke bei einer Polizeiaktion in seiner Wohnung getötet wurde
    "Black Lives Matter"- Protest in Minneapolis. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS
    Bei den Black Live Matters-Protesten in den USA fielen mancherorts Denkmäler von Sklavenhaltern. So entfernte vor sechs Jahren die Stadt Wilmington im Bundesstaat Delaware eine Statue von Caesar Rodney – einem Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung, der auf seiner Plantage mehr als 200 Menschen versklavt hatte. Nun soll das Denkmal wiederauferstehen, und zwar in der Hauptstadt Washington - das berichtet die Washington Post unter Berufung auf interne Dokumente des Innenministeriums. Die Statue werde im Rahmen der für den Sommer geplanten Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der USA aufgestellt, für bis zu sechs Monate. Ein Sprecher des Ministeriums erklärte, die Regierung habe sich dazu verpflichtet, die gesamte Bandbreite der Geschichte der USA zu würdigen und anzuerkennen – einschließlich der Geschichte von Caesar Rodney, der im Juli 1776 die entscheidende Stimme für die Erklärung der Unabhängigkeit abgab.