UN-Sicherheitsat soll für Verhaftung Bashirs sorgen

Der ehemalige Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, Wolfgang Schomburg, hat vom UN-Sicherheitsrat gefordert, die Verhaftung des sudanesischen Präsidenten Omar al Bashir durchzusetzen.
Der Sicherheitsrat habe das Haager Gericht aufgefordert zu prüfen, wer die Verantwortlichen für die Menschenrechtsverletzungen im Konflikt von Darfur seien, sagte der Jurist: "Das Gericht hat herausgefunden, wer mutmaßlich verantwortlich ist. Dann muss der Sicherheitsrat, dann muss die Internationale Gemeinschaft auch B sagen."

Es sei nicht die Strafverfolgung, die den Frieden im Sudan bedrohe, sondern Menschen wie der sudanesische Präsident, sagte Schomburg: "Und wir haben es gesehen im früheren Jugoslawien. Sowie die Haupttäter und noch nicht verurteilte mutmaßliche Haupttäter gefasst worden sind, ist eine gewisse Ruhe und ein gewisser Frieden in Jugoslawien gegen alle Ankündigungen, wie gefährlich es doch sei, diese festzunehmen, eingetreten."

Er erklärte, dass die Friedensschaffung eines der vorrangigen Ziele eines Internationalen Strafgerichtshofs sei: "Justiz und Frieden – das sind Dinge, die zueinander gehören und sich nicht gegenseitig ausschließen."

Gespräch mit Wolfgang Schomburg als MP3-Audio