Ukraine plant neue Gedenkstätte auf Gelände des Kiewer Höhlenklosters

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj steht vor dem zerstörten Dachstuhl der Entschlafungs-Kathedrale. Man sieht, dass die Dachkonstruktion verbogen ist.
    Die Ukraine plant eine neue Gedenkstätte auf dem Gelände des Kiewer Höhlenklosters. © picture alliance / SvenSimon / Presidential Office of Ukraine
    Das Höhlenkloster in Kiew gilt als eines der wichtigsten Zentren des othodoxen Christentums in Osteuropa. Vor einem Monat wurde es bei russischen Angriffen beschädigt. Dass die Klosteranlage wieder repariert wird, steht schon länger fest. Die ukrainische Regierung plant auf dem Gelände aber auch noch ein Staatsdenkmal - und das sorgt für Kritik. Mit dem Denkmal sollen Menschen geehrt werden, die sich zum Beispiel für die Unabhängigkeit der Ukraine eingesetzt haben.
    Zwischen den Behörden und der ukrainischen Orthodoxen Kirche gibt es aber schon lange Streit. Die Kirche wirft dem Staat vor, sich immer mehr einzumischen.
    Sie kritisiert zum Beispiel, dass der Staat religiöse Gegenstände im Höhlenkloster als Kulturgüter eingestuft hat. Aus Sicht der Kirche würde durch das geplante Staatsdenkmal die religiöse Bedeutung des Klosters in den Hintergrund gedrängt.