Seit 00:05 Uhr Klangkunst

Freitag, 16.11.2018
 
Seit 00:05 Uhr Klangkunst

Zeitfragen | Beitrag vom 22.06.2018

Über Bücher und DebattenDas Ende der politischen Korrektheit?

Von Ralph Gerstenberg

Beitrag hören Podcast abonnieren
Der Eintrag zu "Political Correctness" im Duden, aufgenommen am 09.09.2017 in Berlin. (dpa / Franz-Peter Tschauner)
Gibt es tatsächlich eine Art Diktatur der Political Correctness, die jeden Abweichler mit dem Vorwurf diskreditiert, rechts zu sein? Dieser Frage geht das "Zeitfragen"-Feature nach (dpa / Franz-Peter Tschauner)

"Ist das noch Kunst oder schon AfD?" Das fragte sich die Kulturkritik angesichts Oskar Roehlers Roman "Selbstverfickung" oder Monika Marons "Munin oder Chaos im Kopf". Gibt es eine Diktatur der Political Correctness? Was geschieht, wenn Romane oder Äußerungen von Autoren als anstößig gelten?

"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, stellte er fest, dass er nicht mehr linksliberal war." So beginnt der Roman "Selbstverfickung" von Oskar Roehler – eine radikale Kulturkritik, die die Frage aufwirft: "Ist das noch Kunst oder schon AfD?" Ähnliches fragten sich Kritiker auch angesichts des neuen Romans "Munin oder Chaos im Kopf" von Monika Maron, in dem ein Gefühl der Angst und Verunsicherung geschildert wird.

Medialer Höhepunkt der Debatte bildete das Streitgespräch zwischen Durs Grünbein und Uwe Tellkamp. Gibt es tatsächlich einen linksliberalen Mainstream, eine Art Diktatur der Political Correctness, die jeden Abweichler mit dem Vorwurf diskreditiert, rechts zu sein? Was passiert, wenn man mit Romanen oder Äußerungen gegen bestimmte Paradigmen verstößt? Und was steht eigentlich in den Büchern, deren Autoren die Feuilletondebatten anfeuern?

Mehr zum Thema

Pfingstfestival in Ettersburg - Tellkamp: "Ich stehe zu meinen Worten"
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 27.05.2018)

"HERRliche Zeiten" von Oskar Roehler - Ermutigung des deutschen Mannes
(Deutschlandfunk Kultur, Fazit, 24.04.2018)

Schriftstellerin Monika Maron - Suhrkamps Umgang mit Tellkamp ist "unangemessen"
(Deutschlandfunk Kultur, Im Gespräch, 16.03.2018)

Zeitfragen

Filterblasen, Echokammern & Co.Filtern als Kulturtechnik
Vier junge Menschen mit Sonnenbrillen sitzen in einer Reihe. (imago / blickwinkel)

Seit über Filterblasen diskutiert wird, ist die Kulturtechnik des Filterns in Verruf geraten. Dabei ist Filtern - vom Ohrstöpsel bis zum Schornstein - meist eine nützliche Sache, ohne die wir nicht überleben würden. Und unser Gehirn braucht das Filtern auch.Mehr

EndometrioseWenn die Regelschmerzen unerträglich werden
Demonstration für die bessere Erkennung von Endometriose im März 2016 in Paris. (imago / starface)

Viele Frauen leiden unter extrem starken Regelschmerzen, bei denen auch Schmerzmittel kaum helfen. Dahinter kann Endometriose stecken: eine Gewebeerkrankung, von der schätzungsweise jede fünfte Frau betroffen ist, die aber häufig nicht erkannt wird. Mehr

Gesundheits-Apps für FrauenMein Körper - meine Daten
Digitale Patientenakte, Gesundheitskarte, Vivy-App (Symbolfoto) (imago / Christian Ohde)

Immer mehr Gesundheits-Apps kommen auf den Markt, gerade für Frauen. Oft fragen sie sensible Daten ab: zum Gemütszustand oder zum Intimleben. Und offenbar werden diese Daten auch weitergegeben - zum Beispiel an Facebook, warnen Datenschützer. Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur