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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 22.06.2018

Über Bücher und DebattenDas Ende der politischen Korrektheit?

Von Ralph Gerstenberg

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Der Eintrag zu "Political Correctness" im Duden, aufgenommen am 09.09.2017 in Berlin. (dpa / Franz-Peter Tschauner)
Gibt es tatsächlich eine Art Diktatur der Political Correctness, die jeden Abweichler mit dem Vorwurf diskreditiert, rechts zu sein? Dieser Frage geht das "Zeitfragen"-Feature nach (dpa / Franz-Peter Tschauner)

"Ist das noch Kunst oder schon AfD?" Das fragte sich die Kulturkritik angesichts Oskar Roehlers Roman "Selbstverfickung" oder Monika Marons "Munin oder Chaos im Kopf". Gibt es eine Diktatur der Political Correctness? Was geschieht, wenn Romane oder Äußerungen von Autoren als anstößig gelten?

"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, stellte er fest, dass er nicht mehr linksliberal war." So beginnt der Roman "Selbstverfickung" von Oskar Roehler – eine radikale Kulturkritik, die die Frage aufwirft: "Ist das noch Kunst oder schon AfD?" Ähnliches fragten sich Kritiker auch angesichts des neuen Romans "Munin oder Chaos im Kopf" von Monika Maron, in dem ein Gefühl der Angst und Verunsicherung geschildert wird.

Medialer Höhepunkt der Debatte bildete das Streitgespräch zwischen Durs Grünbein und Uwe Tellkamp. Gibt es tatsächlich einen linksliberalen Mainstream, eine Art Diktatur der Political Correctness, die jeden Abweichler mit dem Vorwurf diskreditiert, rechts zu sein? Was passiert, wenn man mit Romanen oder Äußerungen gegen bestimmte Paradigmen verstößt? Und was steht eigentlich in den Büchern, deren Autoren die Feuilletondebatten anfeuern?

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