Türkei holt mit Hilfe von KI geraubte Kulturgüter aus den USA zurück

    Istanbul, Archäologisches Museum.
    Istanbul, Archäologisches Museum © picture alliance / Rainer Hackenberg
    Das türkische Kulturministerium hat rund 200 Kulturgüter präsentiert, die es aus den USA zurückerhalten hat. Das berichtet das Online-Portal ”ARTnews”. Im Mittelpunkt der Präsentation standen Bronzestatuen aus der antiken Stadt Boubon in Burdur im Südwesten der Türkei. Nach Ausgrabungen in den 1960er Jahren wurden die Statuen zerlegt, illegal außer Landes geschafft und auf verschiedene Länder verteilt. Laut "ARTnews" kamen bei der Wiederbeschaffung der Objekte Technologien wie Geochemie und KI zum Einsatz. Mithilfe von Bleiisotopen lässt sich etwa nachweisen, wo antike Bronze geschmolzen wurde. Das türkische Kulturministerium hat zudem eine KI-Plattform namens TraceART entwickelt. Seit 2025 durchsucht diese weltweite Auktionsseiten und soziale Medien nach illegal gehandelten türkischen Objekten.