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Fazit / Archiv | Beitrag vom 03.02.2016

"Tschiller: Off Duty"Der Möchtergern-Bond

Hannelore Heider im Gespräch mit Eckhard Roelcke

Der Schauspieler Til Schweiger bei der Weltpremiere des Kinofilms "Tschiller: Off Duty" am 03.02.2016 in Berlin. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)
Der Schauspieler Til Schweiger bei der Weltpremiere des Kinofilms "Tschiller: Off Duty" in Berlin. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Til Schweiger geht mal wieder auf's Ganze. Fernsehen reicht ihm nicht, mit Christian Alvart als Regisseur bringt er den "Tatort" ins Kino. Unsere Filmkritikerin Hannelore Heider sieht nur einen Mehrwert: "Die Leinwand ist größer."

Til Schweigers Action-Geballere als Nick Tschiller hebt sich von vielen anderen "Tatort"-Ausgaben ab. Vor allem geht es härter und brutaler zu. Die Attraktivität der Schweiger-"Tatorte", sagt Filmkritikerin Hannelore Heider, liege für viele darin, dass hier die Kommissare ihre Beamtenstuben verlassen – zugunsten von Gewalt und Kompromisslosigkeit im richtigen Leben.

"Ausschließlich auf Effekt gemacht"

Für die Kinoverfilmung sei Schweigers Anspruch der Vergleich mit James Bond gewesen, sagt Heider. Bei den Stadtansichten von Istanbul und Moskau sei eine solche Parallele noch nachvollziehbar. Dennoch sei der Vergleich zu Bond viel zu hoch gegriffen.

Der Film sei "ausschließlich auf Effekt gemacht". Die Story sei dünn. Der Spaß daran, als Zuschauer mit zu ermitteln, der sonst einen "Tatort" auszeichne, komme erst gar nicht auf. "Die Familiengeschichte von Nick Tschiller ist abgenudelt", sagt Heider, "und zum Schluss wird's fast lächerlich."

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