Tricia Tuttle bleibt Intendantin der Berlinale

    Tricia Tuttle auf der Berlinale
    Tricia Tuttle bleibt Intendantin der Berlinale, muss aber Vorgaben akzeptieren. Die sollen künftig für alle Kulturveranstaltungen des Bundes gelten, teilte Kulturstaatsminister Weimer nach einer Krisensitzung im Kanzleramt mit. © imago / ZUMA Press Wire/ Rouzbeh Fouladi
    Tricia Tuttle bleibt Intendantin der Berlinale. Das ist das Ergebnis einer Sondersitzung des Aufsichtsrates. Kulturstaatsminister Weimer erklärte danach, geplant seien ein beratendes Forum und ein Verhaltenskodex. Der solle künftig für alle Kulturveranstaltungen des Bundes gelten und sie besser gegen politischen Aktivismus absichern. Die Berlinale sieht nach der Aufsichtsratssitzung die Unabhängigkeit ihrer Arbeit bestätigt. In einer Mitteilung heißt es, man habe Empfehlungen erhalten – keine Bedingungen oder Vorgaben. Die Verantwortung für deren mögliche Umsetzung liege nun vollständig bei der Berlinale. Auslöser der Debatte um das Filmfestival und Leiterin Tuttle war ihr Umgang mit israelfeindlichen Äußerungen einzelner Kulturschaffender auf dem Festival. Sie bekam aber breite Rückendeckung aus dem In- und Ausland. Der Vorsitzende des Kulturausschusses im Bundestag, Sven Lehmann, hat den Verbleib Tuttles begrüßt. Wörtlich sagte der Grünen-Politiker: "Das ist ein wichtiges Signal für die Kunstfreiheit und gegen jede Form staatlicher Gängelungsversuche".