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Interview | Beitrag vom 26.10.2020

Trauer um SPD-PolitikerThomas Oppermann ist tot

Volker Finthammer im Gespräch mit Liane von Billerbeck

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Porträt von Thomas Oppermann. (Laif / Jesco Denzel)
Sein Tod schockiert die SPD: Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann gehörte der Partei seit 1980 an. (Laif / Jesco Denzel)

Der SPD-Politiker und Bundestags-Vizepräsident Thomas Oppermann ist überraschend gestorben. Er brach kurz vor einer TV-Schalte zusammen. Unser Hauptstadtkorrespondent Volker Finthammer berichtet über den Schock, den Oppermanns Tod auslöste.

Die Nachricht vom Tod Thomas Oppermanns kam überraschend: Nach Angaben des ZDF brach der SPD-Politiker in Göttingen kurz vor einer Videoschalte mit der Sendung "Berlin direkt" zusammen und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Eine Rettung war indes nicht mehr möglich, die genauere Todesursache zunächst nicht bekannt. Oppermann wurde 66 Jahre alt.

Er habe als "vitaler Berufspolitiker" gegolten, so Hauptstadtkorrespondent Volker Finthammer. "Alles, was man weiß, ist, dass er eigentlich gesund durchs Leben ging". Sein plötzlicher Tod sei ein Schock für alle, die ihn kannten. SPD-Chef Walter-Borjans, Arbeitsminister Heil, Vizekanzler Scholz und viele andere hätten ihre tiefe Trauer ausgedrückt.

Ein versierter Rechts- und Innenpolitiker

Zur politischen Rolle Oppermanns, der seit 1980 SPD-Mitglied war, sagte Finthammer: "Er war vor allem ein versierter Rechts- und Innenpolitiker." Als Bundestags-Vizepräsident habe er sich bis zuletzt stark in der Frage der Wahlrechtsreform engagiert, aber auch in den Mitspracherechten des Parlaments bei der Corona-Politik.

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Zuvor habe Oppermann als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion in der ersten Großen Koalition die "SPD auf Linie gehalten". Im August dieses Jahres habe der Politiker mitgeteilt, bei der Bundestagswahl 2021 nicht mehr antreten zu wollen: "Er hatte persönlich seinen Abschied aus dem Parlament auch schon vorbereitet."

(bth)

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