Traditionsreiches Pariser Programmkino La Clef durch Hausbesetzter gerettet

Erst Hausbesetzer, jetzt Kinoeigentümer: Studenten und Filmemacher haben das traditionsreiche Pariser Programmkino La Clef - zu Deutsch "Der Schlüssel" - mit Hilfe von Spenden und Krediten vor der Schließung retten können. Von 2019 bis 2022 hatte ein Kollektiv aus Studenten und Filmschaffenden das Kino besetzt, bis sie von der Polizeit vertrieben wurden. Daraufhin starteten die Mitglieder des Kollektivs eine Spendenkampagne, an der sich auch prominente Namen aus dem Filmgeschäft wie die Regisseure Leos Carax, Quentin Tarantino und Martin Scorsese beteiligten. Nach der Aufnahme von Bankkrediten und der Neuverhandlung des Verkaufspreises gab das Kollektiv nun bekannt, dass es die Kinosäle im fünften Pariser Arrondissement gekauft hat. Das La Clef wurde 1973 gegründet und war ein Forum für vielversprechende neue Filmtalente. Paris gilt zwar als die Stadt mit der weltweit höchsten Dichte an Filmtheatern. Doch selbst in diesem Umfeld hatte sich das La Clef als letztes verbliebenes ehrenamtlich betriebenes Kino in der Hauptstadt hervorgetan.