Traditionsreicher Karl-May-Verlag soll verkauft werden

    Bernhard Schmid, Chef des Bamberger Karl-May-Verlags, blättert am 25.06.2013 in seinem Büro in Bamberg (Bayern) in einem Winnetou-Buch. Der Verlag wurde am 1. Juli 1913 gegründet und konzentriert sich bis heute allein auf Karl May (1842-1912).
    Bernhard Schmid ist seit 2007 alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer des Verlags. © picture alliance / dpa / David Ebener
    Der geschichtsträchtige Bamberger Karl-May-Verlag sucht einen neuen Verleger. Wie die Deutsche Presseagentur berichtet, will der Geschäftsführer und alleinige Gesellschafter Bernhard Schmid damit den Fortbestand des über hundert Jahre alten Familienbetriebs rechtzeitig sichern. Karl May sei seine große Leidenschaft und die fast 35 Jahre Arbeit dafür hätten ihm großen Spaß gemacht, so Schmid. Deshalb wolle er, dass der Verlag "in guten Händen eine sichere Zukunft" habe. Der Großvater des 64-Jährigen, Euchar Albrecht Schmid, hatte das Unternehmen im Jahr 1913 mitgegründet. Das Programm des Verlags besteht fast ausschließlich aus den Werken seines Namensgebers. Karl May gilt als einer der meistgelesenen Autoren deutscher Sprache. Besondere Berühmtheit erlangte der Abenteuerschriftsteller durch seine Reiseerzählungen und die Geschichten um Winnetou und Old Shatterhand.