Experten geben Tipps zum Energiesparen

Ran an die Alltagsroutinen

81:16 Minuten
Zwei Männer stehen vor zwei Häusern mit Solaranlage auf den Dächern. Die Häuser sind gefüllt mit Geld.
Immer mehr Verbraucher suchen nach Möglichkeiten, Energie zu sparen und damit Kosten zu senken. © imago /Ikon Images / Marco Jeurissen
Moderation: Gisela Steinhauer · 23.04.2022
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Die Klimakrise und der Ukrainekrieg führen es vor Augen: Wir müssen Energie sparen, um unabhängiger zu werden und den Planeten vor dem Kollaps zu bewahren. Welche Maßnahmen sind sinnvoll und effektiv? Unsere Studiogäste geben Tipps.
Der Blick auf die Tanksäule und auf die rasant steigenden Öl-, Gas- und Strompreise lässt immer mehr Verbraucher umdenken: Wie können wir Energie sparen und die Kosten senken? Angesichts des Ukraine-Krieges und der Klimakrise gibt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine Faustformel vor: „Zehn Prozent Einsparung geht immer." Energiesparen müsse zu einem „großen gemeinsamen Projekt“ werden, so der Grünen-Politiker.
Was also kann jeder und jede einzelne von uns tun, um weniger Energie zu verbrauchen, im Haushalt, bei der Mobilität, aber auch beim täglichen Einkauf und Konsum? 

Ökostrom, Carsharing, Sparduschkopf

„Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, müssen wir an die Alltagsroutinen ran“, sagt Michael Bilharz. Er verantwortet beim Umweltbundesamt den CO₂-Rechner, mit dessen Hilfe man seinen individuellen CO₂-Verbrauch berechnen lassen kann. Zudem betreut er das Verbraucherportal "Umwelttipps" und die "Denkwerkstatt Konsum".

Einige Tipps von Michael Bilharz:
"Energieeffiziente Geräte kaufen, ein zeitgesteuertes Thermostatventil für das Bad, einen Sparduschkopf, mit dem ich nur 50 bis 60 Prozent des Warmwassers brauche. Dazu Ökostrom beziehen, LED-Leuchtmittel einsetzen, Carsharing statt das eigene Auto nutzen und unter zehn Kilometer Fahrrad fahren.“ Wichtig auch: Bewusstes Heizen, also nur die Räume, die man wirklich nutzt. Generell die Raumtemperatur senken. „Ein Grad weniger bringt fünf bis sechs Prozent weniger Energieverbrauch und entsprechend weniger CO₂-Emissionen."

Der Umweltexperte lebt seit Langem, was er anderen empfiehlt. Sein Appell: „Einmal gemacht, dauerhafte Wirkung, ohne dass ich ständig daran denken oder mein Verhalten grundlegend ändern müsste.“

„Wir müssen jetzt richtig reinklotzen“

„Aktuell explodieren bei uns die Anfragen“, sagt Pia Anderer. Die Physikerin ist Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale in Aachen. Ihr Team kommt längst nicht mehr mit den Telefon- und Videoberatungen hinterher. Für Hausbesuche gibt es eine lange Warteliste.
„Die Leute fragen nach Sparmöglichkeiten, da musste man sie früher hintragen.“ Die Spanne reicht von Fragen zur Haussanierung, dem Einsatz von erneuerbaren Energien bis hin zu Einsparmöglichkeiten im Haushalt. Die derzeitige Situation sei auch eine Chance, die Energiewende voranzubringen, so die Beraterin. „Wir müssen jetzt richtig reinklotzen.“
(sus)

Steigende Heiz- und Spritpreise: Tipps zum Energiesparen
Darüber diskutiert Gisela Steinhauer am 23. April von 9:05 Uhr bis 11 Uhr mit der Energieberaterin Pia Anderer und Michael Bilharz vom Umweltbundesamt. Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter der Telefonnummer 0800 2254 2254 sowie per E-Mail unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de.

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