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Echtzeit | Beitrag vom 24.04.2021

TierliebeFliegende Pferde und vegetarische Metzger

Moderation: Mandy Schielke

Eine Katze schaut mürrisch aus der Öffnung eines Kratzbaums. (picture alliance / dpa Themendienst / Ina Fassbender)
Aufwendige Kratzbäume und Tobe-Landschaften sollen verhindern, dass Katzen im Lockdown einen Koller kriegen. (picture alliance / dpa Themendienst / Ina Fassbender)

Hühner als Großstadt-Haustiere und Pferde, die per Business Class in den Urlaub fliegen: Tierliebe scheint keine Grenzen zu kennen. Sie treibt Tierbesitzer dazu, ihre Wohnung tiergerecht umzubauen - und Veganer und Vegetarier dazu, Metzger zu werden.

Wir lieben Tiere. Sie nähren uns, spenden Trost und sind den Menschen oft genug treu ergeben. Eigenschaften, die wir in der Corona-Pandemie noch mehr zu schätzen wissen. Damit die Tierchen im Lockdown keinen Koller kriegen, bauen Herrchen und Frauchen sogar die Wohnung um. Was früher mal ein Kratzbaum war, ist heute eine Tier-Tobewelt, die mit der Wohnung verwächst. Damit man von Tierarchitektur sprechen kann, sollten die Bauwerke aber auch gut aussehen. Kein Wunder, dass immer mehr Designer und Architekten für Haustiere bauen.

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Immer häufiger gehören neben Vögeln, Katzen und Fischen auch Hühner zum Haushalt. Frische Eier und kuscheliges Gefieder sind offenbar eine so unschlagbare Kombination, dass der Hühnerboom nun auch die Innenstädte erreicht hat. Ihr besonderer Charme besteht darin, dass sie Haus- und Nutztier zugleich sind. Überraschenderweise unterscheidet sich das Urban Farming gar nicht so sehr vom Landleben: Bei Geflügelpest gilt die Aufstallpflicht und der Fuchs holt auch in Berlin-Mitte die Hühner.

Vegetarische Metzger für das Tierwohl

Wie man Tiere schonender vom Leben in den Tod befördert, treibt in den USA die "Ethical Butchers" um. Dass deren Klienten artgerecht gehalten und geschlachtet werden, versteht sich von selbst. Dass viele von den ethischen Metzgern aus der Veganer- oder Vegetarierszene kommen, lässt allerdings aufhorchen.

Tierliebe im Nahen Osten dagegen sieht ganz anders aus. Warum Pferde hier in den Sommerferien regelmäßig in der Businessklasse in den Sommerurlaub geflogen werden und Kämpfe in Aleppo unterbrochen werden, damit Löwen aus dem Zoo von Damaskus in Sicherheit gebracht werden können, sind nur zwei der Geschichten, die der holländische Journalist Olaf Koens recherchiert hat.

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